Rom. Dieser Schritt ebnet den Weg zu einem Umbau und zur Aufspaltung des Unternehmens, wodurch die hoch verschuldete Gesellschaft gerettet werden soll. Die Lufthansa und Air France verhandelten derzeit mit der Airline über eine mögliche Partnerschaft, berichteten italienische Medien. Beide Interessenten hätten gleiche Chancen, sagte der zukünftige Chef der neuen Alitalia, Roberto Colaninno, in einem Interview. Alitalia teilte am Abend mit, dass sich die Schulden mittlerweile auf knapp 1,2 Milliarden Euro belaufen. Bereits seit Mai kann die Gesellschaft nur dank eines „Überbrückungskredits“ von 300 Millionen Euro überleben, den die italienische Regierung zugesagt hatte. Derzeit ist Alitalia noch zu 49,9 Prozent in Staatsbesitz. Bereits am Donnerstag hatte das Kabinett in Rom mit einer Gesetzesänderung den Weg für die Rettung der Alitalia freigemacht. Einem Plan der als Berater verpflichteten Banca Intesa zufolge wird eine neue Betreibergesellschaft nur die rentablen Bereiche der Alitalia übernehmen. 16 Investoren wollen rund eine Milliarde Euro in das neue Unternehmen pumpen. Die unrentablen Aktivitäten mit den Altschulden sollen hingegen unter Insolvenzrecht gestellt werden. Dazu war jedoch eine Änderung des bisher gültigen Insolvenzrechts nötig. (ak)
Alitalia stellt Insolvenzantrag - Partnerschaft mit Lufthansa?
Der Aufsichtsrat der maroden italienischen Fluglinie Alitalia hat am Freitag Insolvenzantrag gestellt