Air France-KLM mit hohen Verlusten

19.05.2010 13:34 Uhr
Air France-KLM
KLM Air France soll einen Betriebsverlust von 1,3 Milliarden Euro haben
© Foto: KLM

Frachtbereich verliert eine halbe Millionen Euro / Unglückliche Geschäfte zur Absicherung gegen hohe Treibstoffpreise kosten 600 Millionen Euro

Paris. Air France-KLM ist wegen der Wirtschaftskrise und der Vulkanaschewolke in schwere Turbulenzen geraten. Im Geschäftsjahr 2009/10 (bis Ende März) flog der führende Luftfahrtkonzern Europas nach Informationen der Zeitung "La Tribune" einen Betriebsverlust von rund 1,3 Milliarden Euro ein. Air France-KLM hatte die Märkte bereits auf einen Verlust in dieser Größenordnung vorbereitet.

Alleine der Frachtbereich habe eine halbe Milliarde Euro verloren, schreibt das Pariser Finanzblatt (Mittwoch). Unglückliche Geschäfte zur Absicherung gegen hohe Treibstoffpreise kosteten 600 Millionen Euro. Im Mittelstreckenbereich habe die Konkurrenz der Billigflieger hohe Verluste verursacht. Im laufenden Geschäftsjahr wollte Air France-KLM operativ wieder in die Gewinnzone fliegen. Allerdings wird das Ziel von der Vulkanaschewolke über Europa vernebelt.

Von April bis Dezember 2009 war der Umsatz der Air France-KLM um 18,6 Prozent auf knapp 16 Milliarden Euro geschrumpft. Aus dem laufenden Geschäft war ein Verlust von 788 Millionen Euro angefallen.

Der Fehlbetrag erreichte 868 Millionen Euro. Derzeit überziehen sich Air France-KLM und der Billigflieger Ryanair gegenseitig mit Klagen in Brüssel wegen unerlaubter Finanzhilfen. Air France-KLM stellt sich auf weitere Einsparungen ein und will die Flughafenschalter mit denen von Alitalia zusammenlegen. (dpa)

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