München. Rail Cargo Austria (RCA) plant für das laufende Jahr mit Umsatzeinbußen in Höhe von 15 Prozent. Das sagte Friedrich Macher, Vorstandssprecher der RCA, heute gegenüber der Presse auf der Messe transport logistic in München. Die derzeitigen Einbußen bezifferte er auf 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Doch momentan sei der Abwärtstrend gestoppt. Macher zeigte sich zuversichtlich, dass die Konjunktur im zweiten Halbjahr wieder anzieht und damit die Umsatzverluste reduziert werden können. Von den 33.000 Güterwagen, über die RCA und MAV Cargo verfügen, seien derzeit 30 bis 40 Prozent stillgelegt. Als die richtige Entscheidung bezeichnete er den Kauf der ungarischen Güterbahn MAV Cargo. RCA hatte im Dezember 2008 die Tochter der ungarischen Staatsbahn für 400 Millionen Euro erworben. „Damit haben wir unsere Position als Marktführer im Schienengüterverkehr in Südosteuropa ausgebaut“, sagte Macher. Derzeit werde geprüft, die MAV Cargo umzubenennen in Rail Cargo Hungary. Der RCA-Chef bezifferte das Einsparungspotenzial für beide Unternehmen aufgrund von Synergieeffekten auf 50 Millionen Euro pro Jahr. Macher sagte im Schienengüterverkehrsmarkt einen Konzentrationsprozess voraus. Am Ende dieser Entwicklung werden noch die Gütertöchter der Deutschen Bahn (DB), der Russischen Bahn (RZD), der französischen Bahn (SNCF) sowie RCA dabei sein, so seine Prognose. (cd)
2009: Rail Cargo Austria rechnet mit 15 Prozent Umsatz-Minus
MAV Cargo soll in Rail Cargo Hungary umbenannt werden