Studie: verhaltene Zuversicht bei Logistikdienstleistern

13.01.2010 13:32 Uhr
2010 soll es für die Transport- und Logistikbranche wieder aufwärts gehen

Über die Hälfte von 100 befragten Unternehmen macht Pläne für die Zeit nach der Krise und will als erstes das Personal aufstocken

Frankfurt/Main. Langsam werden die Geschäftserwartungen in der Transport- und Logistikbranche wieder positiv und unter den verhaltene Zuversicht macht sich unter den Logistikdienstleistern breit. Das belegt die Studie "Flexibel in guten und in schlechten Zeiten" der Gesellschaft Price Waterhouse Coopers, in der 100 Entscheidungsträger aus deutschen Transport- und Logistikunternehmen hinsichtlich ihrer Situation vor, während und nach der Krise befragt wurden. Generell waren größere Logistikunternehmen (durchschnittlich 18.000 Mitarbeiter) stärker von der Krise und damit von Umsatzrückgängen betroffen als kleinere Unternehmen (durchschnittlich 880 Mitarbeiter). Zehn Prozent der kleineren Unternehmen gaben sogar steigende Umsätze während der Krise an. Mehr als die Hälfte aller Unternehmen musste seit Herbst 2008 Personal abbauen und somit eigene Kapazitäten reduzieren. Größere Unternehmen mussten drastischere Maßnahmen – radikaler Personalabbau, deutliche Reduzierung der Subunternehmer – ergreifen als kleinere Betriebe. Die Auslagerung von Funktionsbereichen war und ist bei allen Betrieben kein großes Thema. 85 Prozent der Stichprobe haben 2009 kein Outsourcing betrieben. Als stabil haben sich in der Krise Kooperationen erwiesen, sowohl in- als auch ausländische Partnerschaften wurden beibehalten. Nur drei Prozent der befragten Unternehmen haben 2009 ein Tochterunternehmen verkauft. Kleinere Unternehmen kooperieren mehr als doppelt so oft mit inländischen Partnern als größere Unternehmen, die sich mehr auf ausländische Partner konzentrieren. Im Gegenzug zu den Kooperationen hat sich das Transaktionsgeschehen mit Ausbruch der Krise erheblich reduziert. Vor der Krise planten noch etwa 33 Prozent der Befragten Firmenübernahmen, für 2010 planen dies nur noch sieben Prozent. Mehr als die Hälfte der Befragten macht konkrete Pläne für die Zeit nach der Krise. 90 Prozent fühlen sich für eine schnelle Markterholung gut vorbereitet. Zuerst würden Subunternehmer stärker eingebunden werden und das Personal aufgestockt. Dies stellt sich jedoch als immer schwieriger heraus, denn der Fachkräftemangel setzt sich fort. 80 Prozent der Befragten schätzen die Rekrutierung von qualifiziertem Personal als problematisch ein und rechnen nicht mit einer Entspannung der Situation. (beg)

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