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MAN-Chef für Kooperation auf Augenhöhe mit Scania

MAN-Chef Georg Pachta-Reyhofen hofft bei einer Kooperation auf Synergieeffekte
© Foto: MAN SE

Pachta-Reyhofen will mit Scania nicht nur bei der Technologieentwicklung zusammenarbeiten, sondern auch beim Einkauf


Datum:
20.12.2010
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München. MAN-Vorstandschef Georg Pachta-Reyhofen hat sich für eine Kooperation auf Augenhöhe mit dem schwedischen Konkurrenten Scania ausgesprochen. "Wer heute die Herausforderungen der Globalisierung stemmen will, ist deutlich stärker, wenn er sowohl bei der Technologie als auch beim Einkauf zusammenarbeitet", sagte der Chef des Lastwagen- und Dieselmotorenherstellers MAN der "Welt am Sonntag". "Wir suchen dafür einen starken Partner; für MAN ist Scania der beste Partner." Die VW-Tochter Scania hatte vor einigen Wochen mitgeteilt, einen Zusammenschluss mit MAN zu prüfen. VW ist an MAN mit knapp 30 Prozent beteiligt.

Pachta-Reyhofen erklärte, man müsse sehr behutsam vorgehen. "Es darf keinen Sieger oder Verlierer geben, das würde nicht funktionieren. Das hat 2006 gezeigt, als wir Scania übernehmen wollten, umgekehrt würde es auch nicht gut gehen und würde nur Werte vernichten. Wir müssen auf Augenhöhe kooperieren." Eine Zusammenarbeit mache schon jetzt auf vielen Gebieten wie beispielsweise bei Hybridantrieben Sinn.

Das Synergiepotenzial hängt nach Worten von Pachta-Reyhofen auch davon ab, ob man nur kooperiere oder beide Unternehmen kombiniere. "Fest steht, dass es gesetzliche Beschränkungen für die Zusammenarbeit gibt. Zum einen kartellrechtliche, da sich schnell die Frage der Marktmacht stellt, wenn Scania und wir gemeinsam Teile einkaufen wollen. Zum anderen aktienrechtliche, da wir ja auch Scania-Aktionär sind."

Für das Jahr 2010 erwartet der MAN-Chef ein kräftiges Gewinnplus. "In diesem Jahr werden wir einen operativen Gewinn von rund einer Milliarde Euro erzielen", sagte Pachta-Reyhofen. 2009 hatte MAN noch 504 Millionen Euro erwirtschaftet. Der Aufwärtstrend werde auch 2011 anhalten.

2009 hatte der MAN-Konzern kräftig unter der Krise gelitten, der Umsatz brach um 20 Prozent auf rund 12 Milliarden Euro ein. In den ersten neun Monaten 2010 wuchsen die Erlöse verglichen mit dem schwachen Vorjahreszeitraum um gut 20 Prozent auf rund 10,5 Milliarden Euro. Unterm Strich verdiente MAN 380 Millionen Euro nach zuvor 214 Millionen Euro. Der operative Gewinn verdoppelte sich nahezu auf 728 Millionen Euro. (dpa)

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