-- Anzeige --

Innenministerium prüft Gebühr für Luftfrachtsicherheit

Die Airlines würden mit einer solchen Gebühr erstmals direkt an steigenden Kosten für die Sicherheit beteiligt werden
© Foto: ddp

Mit der Gebühr sollen die Mehrkosten für schärfere Kontrollen der Fracht auf deutschen Flughäfen finanziert werden


Datum:
21.02.2011
NOCH KEINE Kommentare

-- Anzeige --

Berlin. Das Bundesinnenministerium will höhere Kosten für mehr Sicherheit bei der Luftfracht auf die Transportunternehmen umschlagen. Das Haus von Innenminister Thomas de Maizière (CDU) prüfe derzeit eine entsprechende staatliche Gebühr, berichtete die Tageszeitung "Die Welt" (Montag). Demnach sollen mit dieser "Luftfrachtsicherheitsgebühr" die Mehrkosten für schärfere Kontrollen der Fracht auf deutschen Flughäfen durch die Bundespolizei sowie bessere Kontrolltechnik finanziert werden. Die Bundespolizei soll nach den Plänen der Bundesregierung auch Drittstaatenflughäfen auf die Einhaltung internationaler Sicherheitsstandards überprüfen.

Ein Sprecher des Ministeriums sagte der Zeitung, dass die Möglichkeit geprüft werde, "die Wahrnehmung der Aufgaben durch Gebühren zu refinanzieren". Damit sollen dem Bericht zufolge die Airlines erstmals direkt an steigenden Kosten für die Sicherheit beteiligt werden. Bislang erhebten die Luftfrachtgesellschaften bei ihren Kunden eine Luftfrachtsicherheitsgebühr, mit denen sie zumindest zum Teil ihre Sicherheitsmaßnahmen bei der Abfertigung von Luftfracht finanzieren. An den fünf größten deutschen Flughäfen würden pro Jahr 2,6 Millionen Tonnen Fracht abgefertigt. Ein großer Teil der Luftfracht wird auch in Passagiermaschinen transportiert.

Vorbehalte gegen eine neue Sicherheitsfrachtgebühr bestehen derzeit bei Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) und Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP). Erwartungsgemäß wird eine solche Gebühr vor allem auch bei der Transportbranche kritisch gesehen. Thomas Lieb, Vorstandschef von Schenker Logistics, einer Bahntochter, die im Luft- und Seefrachtgeschäft tätig ist, sagte der "Welt": "Eine Abgabe verteuert den Transport und schadet damit der Industrie." Deutschland habe bereits "sehr, sehr gute Sicherheitsstandards". Auch bei der Lufthansa Cargo stößt die neue Gebühr auf Unverständnis.

Ende Oktober vergangenen Jahres wurde eine Paketbombe aus dem Jemen, die für die USA bestimmt war, auf dem Flughafen Köln/Bonn umgeladen. Zudem erreichte Anfang November eine sprengfähige Paketbombe aus Griechenland das Bundeskanzleramt. (dpa)

-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --

KOMMENTARE


SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!

-- Anzeige --

WEITERLESEN




NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


Die VerkehrsRundschau ist eine unabhängige und kompetente Abo-Fachzeitschrift für Spedition, Transport und Logistik und ein tagesaktuelles Online-Portal. VerkehrsRunschau.de bietet aktuelle Nachrichten, Hintergrundberichte, Analysen und informiert unter anderem zu Themen rund um Nutzfahrzeuge, Transport, Lager, Umschlag, Lkw-Maut, Fahrverbote, Fuhrparkmanagement, KEP sowie Ausbildung und Karriere, Recht und Geld, Test und Technik. Informative Dossiers bietet die VerkehrsRundschau auch zu Produkten und Dienstleistungen wie schwere Lkw, Trailer, Gabelstapler, Lagertechnik oder Versicherungen. Die Leser der VerkehrsRundschau sind Inhaber, Geschäftsführer, leitende Angestellte bei Logistikdienstleistern aus Transport, Spedition und Lagerei, Transportlogistik-Entscheider aus der verladenden Wirtschaft und Industrie.