Hafen Rotterdam: Bis 2015 werden rund 15 Milliarden Euro investiert

07.09.2009 07:32 Uhr
Rotterdam
© Foto: eha

Vor allem die Industrie baut ihre hafengebundenen Kapazitäten weiter aus – Maasvlakte II voll im Zeitplan – Erstes Schiff soll 2013 abgefertigt werden

Rotterdam. Der Hafenbetrieb Rotterdam und die private Hafenwirtschaft halten – trotz anhaltender Wirtschaftskrise – an ihrem umfassenden Investitionskurs fest. Bis 2015 werden rund 15 Milliarden Euro in den Hafen investiert, teilte der Hafenbetrieb Rotterdam (HbR) am Freitag anlässlich der Vorlage des Halbjahresberichtes mit. Der Löwenanteil davon entfällt auf neue, hafengebundene Industrie. Zu den Großprojekten im Wert von jeweils mehreren hundert Millionen Euro gehören beispielsweise zwei neue LNG-Terminals sowie eine neue Produktionsstätte des Shell-Konzerns für schwefelarme Mitteldestillate (Diesel/Heizöl). Für den HbR steht der Bau der neuen Maasvlakte II im Mittelpunkt seiner Investitionen. Man liege mit dem Bau der neuen Hafenerweiterungsfläche „voll im Zeitplan“. Inzwischen würden die neue aufgespülten Flächen nicht mehr durch die normale Flut überspült. Bereits im Laufe des nächsten Jahres soll mit dem Bau der ersten neuen Kaimauer auf dem Terrain der MV II begonnen werden. 2013 solle bereits das erste Containerschiff in diesem neuen Hafenteil abgefertigt werden. Insgesamt drei neue Hafenbecken werden entstehen, die sämtliche nach den Vornamen der Prinzessinen des niederländischen Königshauses benannt werden, also Amalia-Hafen, Alexia-Hafen und Ariane-Hafen. Auch der HbR bekam die Folgen der Weltwirtschaftskrise zu spüren. So liegt das finanzielle Ergebnis mit 77 Millionen Euro um acht Millionen Euro unter dem Niveau des Vorjahresvergleichszeitraums. An Seehafengeld nahm der HbR in der aktuellen Berichtsperiode 136 Millionen Euro nach 145 Millionen Euro ein. Bei den Mieten und Pachten, die weniger konjunktursensibel sind, konnten mit 115 Millionen Euro sogar ein Plus von 13 Millionen Euro erzielt werden. Die Anzahl der Schiffsanläufe wird 2009 deutlich unter dem Niveau des Vorjahres liegen, so der HbR. 34.000 Anläufe in diesem Jahr stehen rund 36.400 gegenüber. Bereits im ersten Halbjahr lag die Zahl der Schiffsanläufe um gut 8,5 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Trotzt eines unter dem Strich rückläufigen Umschlagergebnisses – 285 Millionen Euro (minus 13,4 Prozent) – gelang es dem größten europäischen Seehafen, seinen Marktanteil innerhalb der Hamburg-Le Havre-Range zu erhöhen, und zwar von 35,1 Prozent zur Jahresmitte 2008 auf nunmehr 37,1 Prozent. (eha)

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