15.09.2009 |
Zusätzliche Bahnstrecke für Rheintalgüterverkehr gefordert
Boppard. Wegen der Belastung durch Bahnlärm im Rheintal haben Vertreter von Anwohner-Initiativen eine Güterverkehrsstrecke außerhalb von Wohngebieten gefordert. Bis zur Fertigstellung der Neubaustrecke auf beiden Rheinseiten müssten vertretbare Lärmgrenzwerte eingehalten werden, hieß es in der am Montag im mittelrheinischen Boppard veröffentlichten Entschließung. Dies könne durch Modernisierung von Strecke und Waggons sowie durch Tempolimits und Nachtfahrverbote für Altfahrzeuge erreicht werden.
Den Unterzeichnern der Entschließung zufolge haben die Belastungen durch Lärm und Erschütterungen im Rheintal trotz aller Zusicherungen seitens des Bundes und der Bahn weiter zugenommen. Lärmschutzwände und Schallschutzfenster, die in einigen Orten im Anliegerbereich eingebaut worden seien, hätten nicht zur beabsichtigten Lärmsenkung geführt. Grund seien die Zunahme des Verkehrs und bestimmte Maßnahmen wie der Einbau von Betonschwellen, die den Lärm verstärkt hätten.
Verabschiedet wurde die Entschließung nach Angaben der Bürgerinitiative Pro Rheintal vom Rheingau-Bund, von Vertretern des Landes Hessen und der Fraktionen im hessischen Landtag sowie von Pro Rheintal und der Bürgerinitiative gegen Umweltschäden durch die Bahn. Der Rheingau-Bund ist ein Zusammenschluss der Kommunen im Rheingau gegen Bahnlärm. (dpa)
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