Friedrichshafen. Der drittgrößte deutsche Automobilzulieferer ZF hat für sein Stammwerk in Friedrichshafen am Bodensee Kurzarbeit beschlossen. Die Regelung soll wegen der schwachen Nachfrage nach Lastwagen vom 1. Februar an stufenweise für rund 2500 Mitarbeiter gelten, wie das Unternehmen am Dienstag berichtete. In der LKW- und Busgetriebemontage würde für zunächst sechs Monate die Arbeitszeit zwischen 20 und 50 Prozent reduziert. Die Einkommenseinbußen werden durch Zuzahlungen aus einem neu geschaffenen Beschäftigungssicherungsfonds abgemildert. In diesen würden Beschäftigte und das Unternehmen gemeinsam einzahlen. Die ZF Friedrichshafen AG hatte kürzlich angekündigt, dass eine Kurzarbeitswelle auf das Unternehmen zurollen wird. Bislang waren lediglich 700 Mitarbeiter von ZF Sachs in Kurzarbeit. Bei ZF in Passau sollen ab 1. Februar rund 3800 Mitarbeiter weniger arbeiten. Der Spezialist für Fahrwerks- und Antriebstechnik (Umsatz 2008: 12,6 Milliarden Euro) beschäftigt in Deutschland rund 37.000 Mitarbeiter, weltweit sind es 64.000. (dpa)
ZF beschließt Kurzarbeit in Friedrichshafen
Automobilzulieferer will wegen sinkender Nachfrage die Arbeitszeit im Stammwerk reduzieren