Odessa. Das Containerterminal des ukrainischen Hafens Odessa platzt aus allen Nähten: Auf den Lagerflächen stauen sich 7500 Container, die aufgrund der Wirtschafts- und Finanzkrise von ihren Empfängern nicht abgeholt werden. Die Abfuhr ankommender Container sei auf ein Zehntel zusammengeschrumpft, so Schätzungen der Hafenverwaltung. Die Güterempfänger würden aufgrund der eingebrochenen Nachfrage wie auch der Schwäche der Landeswährung Griwna auf die Verzollung der Frachten verzichten. Verschärfend käme eine Reorganisation bei der ukrainischen Zollverwaltung hinzu, berichtet der russische Branchendienst „RZD-Partner“. Dies habe zu einer 50-prozentigen Überfüllung des ohnehin am Rande seiner Kapazität arbeitenden Containerterminals geführt. In den Monaten Januar-Oktober 2008 wurden in Odessa 480.000 Standardcontainer (TEU) umgeschlagen, 11,4 Prozent mehr als im Vorjahr. (ld)
Wirtschaftskrise: Containerhafen Odessa überfüllt
Güter werden nicht abgeholt: Containerterminal des ukrainischen Hafens platzt aus allen Nähten