Kiel/ Hamburg. Der Nord-Ostsee-Kanal (NOK) bleibt trotz inzwischen gesunkener Treibstoffkosten für die Reedereien weiter ein wichtiger Verkehrsweg zwischen den beiden europäischen Meeren. Wie die Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nord (WSD Nord) in Kiel am Mittwoch mitteilte, befuhren im Oktober exakt 3.662 Seeschiffe den rund 100 Kilometer langen Kanal. Das waren gut zwei Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Auch im aktuellen Berichtszeitraum setzte sich der Trend zu größeren Schiffen fort. Diese werden in den so genannten Verkehrsgruppen 5 (ab 160 Meter) beziehungsweise 6 (ab 200 Meter) zusammengefasst. Die Statistikauswertungen der WSV-Nord für die zurückliegenden vier Jahre ergaben, dass vor allem Schiffe, die unter die Verkehrsgruppe 5 fallen, zahlenmäßig am stärksten zugenommen haben. Auch in der Bruttoraumzahl (BRZ) für den umbauten Schiffsraum spiegelt sich der Größentrend wider. 1995 lag sie durchschnittlich bei 1.600 BRZ, gegenwärtig sind es bereits 4.100 BRZ. Um für weiteres Wachstum gerüstet zu sein, soll der NOK in den kommenden Jahren umfassend ausgebaut und in wichtigen Bereichen, etwa den Schleusen, erneuert werden. Eine NOK-Passage bedeutet für den Reeder eine Einsparung von rund 260 Seemeilen (rund 481 Kilometer) und gut zehn Stunden gegenüber dem Reiseweg um Skagen/Dänemark. (eha)
Wieder mehr Schiffe auf dem Nord-Ostsee-Kanal
Trend zu größeren Schiffen hält laut WSV-Nord ungebrochen an