18.08.2009 | Transport + Logistik

Wechsel von Luft- zur Seefracht hält an

London. Der Luftfrachtbereich könnte mehr als 35 Prozent Einbruch erfahren, da unter Druck geratene Versender auf die Seefrachtoption umsteigen, um Kosten zu sparen. Laut der Londoner „International Freighting Weekly“ könnte dies zum Dauerzustand werden.

Während die befragten Spediteure zustimmten, hat der Leiter der Produktentwicklung von Continental Airlines Mark Mohr eine andere Meinung. „Die Seeversendung braucht ein sehr vorhersehbares Niveau des Bestandmanagements. Eine geringe und schwankende Nachfrage führt zu mehr notwendigen Einzelsendungen“, sagte er. „Falls die Nachfrage zunimmt, zwingt die unkontrollierbare Natur der Treibstoffkosten Unternehmen ihren Betrieb näher am Endnutzermarkt auszurichten, da die Kosten dann alle Vorteile der momentanen Niedrigkosten-, Langstrecken-Modi auffressen“, fügte Mohr an.

Doch die befragten Spediteure verzeichnen zunehmend Versender, die für verderbliche Waren, Arzneimittel und Hightech-Produkte den Seeweg bevorzugen. „Dieser Trend nimmt zu. Rund 27 Prozent der Versender wählen nun diesen Weg“, meint der Vizepräsident der New Yorker Associated Global Systems Bob Imbriani. „Wir beobachten dies, deswegen können wir präzise Zahlen nennen. Der Trend könnte beim momentanen Wachstum 35 Prozent des traditionellen Luftfrachtmarktes umfassen.“

Der Vizepräsident von Kühne + Nagel Peter Ulber sagte: „Eine ganze Anzahl von Wirtschaftsgütern und auch Hightech-Güter wurden auf den Seeweg verlagert. Laptops und PC werden nun per Schiff versendet. Noch ein paar Jahre zuvor hätte das niemals jemand getan. Die Arzneimittelindustrie sendet nun sehr teure Güter als Seefracht. Die Kunden stecken viel Energie in die Anpassung ihrer Versorgungsketten.“ Laut des Luftfrachtleiters von Panalpina Robert Frei ist es unwahrscheinlich, dass die Güter bei einer Erholung wieder als Luftfracht befördert werden. (rup)

 
Anzeige
 

Kommentar verfassen

Regelmäßig werden online verfasste Kommentare in der VerkehrsRundschau veröffentlicht. Um sich für eine Veröffentlichung zu qualifizieren, geben Sie bitte Ihren vollen Namen und unter dem Kommentar Ihren Wohnort an. Herzlichen Dank!

 

18.08.2009Artikelinformationen

Social Networking
Schlagworte
Bildnachweis
(Foto: DSV)

Beliebteste Meldungen

Beliebteste Galerien

Nachwuchsinitiative

Hallo Zukunft!

VerkehrsRundschau, Trucker und Gefahr/gut vermitteln zwischen Schülern, Lehrern und Unternehmen für eine Zukunft in der Logistik [Mehr Infos über Ausbildung in der Logistik]

Neueste Kommentare unserer Leser

  • 07.02.2012 | Transport + Logistik
    Feinstaubwerte 2011 trotz Umweltzonen gestiegen
    juergen diercks meint: So geht das aber nicht weiter. Es koennen doch Wetter und Hochdruck nicht einfach darueber hinweg...[mehr…]
  • 07.02.2012 | Transport + Logistik
    Feldversuch: Ramsauer wirbt um Teilnehmer
    Ludger Haack meint: Wir wollten an dem Feldversuch auch teilnehmen - durch die "Sturheit" diverser Bundesländer...[mehr…]
  • 06.02.2012 | Transport + Logistik
    Feldversuch: Ramsauer wirbt um Teilnehmer
    Rudolf Röhlich meint: Wir wollten an dem Feldversuch auch teilnehmen, weil wir auf manchen Relationen unpaarige WB abholen...[mehr…]
  • 06.02.2012 | Recht + Geld
    Urteil der Woche: Haftungsbeschränkung für verunfallten Fahranfänger
    V 480 Truck meint: Mit 93 KM/h über die Landstrasse brettern, geht schon mal gar nicht, denn das Fahrzeug regelt bei 88...[mehr…]
  • 06.02.2012 | Transport + Logistik
    Amazon-Logistikzentrum schafft 1000 Arbeitsplätze
    Walter Dettinger meint: Wenn es dann richtige Arbeitsplätze sind ist das OK. Aber vor einigen Wochen war die Rede, dass...[mehr…]

Twitter: vr_online

Der Twitter-Kanal der VerkehrsRundschau

vr_online auf Twitter abonnieren und unsere Redakteure halten Sie auf dem Laufenden - blitzschnell und kostenlos!
[Follow us!]

Fahrverbotskalender

Europäische Fahrverbote im Überblick

Unser Fahrverbotskalender gibt einen Überblick über die LKW-Fahrverbote in mehr als 25 europäischen Ländern. Der Kalender erscheint quartalsweise als Zugabe zur Printausgabe, er kann aber auch gesondert bezogen werden. Bestellen können Sie den Kalender außerhalb des Abos zum Preis von 9,80 Euro zzgl. Versand und Mehrwertsteuer unter 089/20 30 43 11 00 (Fax -2100) oder per Mail: vertriebsservice@springer.com.