Chiasso. Im der ersten Hälfte dieses Jahres ist das Verkehrsvolumen des Schweizer Kombi-Operateurs Hupac um 21,9 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode zurückgegangen. Das gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Im Mai und Juni habe sich allerdings eine Stabilisierung des Negativtrends abgezeichnet. „Die Talsohle dürfte erreicht sein“, erklärte Bernhard Kunz, Direktor des in Chiasso ansässigen Kombi-Operateurs. Nach eigenen Angaben beförderte der Konzern zwischen Januar und Juni 2009 insgesamt 292.426 Strassensendungen auf der Schiene. Im Vorjahrjahresvergleich stabilisierte sich der Verkehr in den letzten Monaten bei minus 15 Prozent. Positiv hätten sich die verschiedenen Konjunkturprogramme ausgewirkt, die mit den Bahnen erarbeitet und nun vom Schweizer Bundesamt für Verkehr aufgelegt wurden. „Wir sind auf dem richtigen Pfad“, betonte Kunz. Vom Volumenrückgang sind laut Hupac alle Verkehrssegmenten gleich stark betroffen. Eine Ausnahme bilde nur der transalpine Verkehr durch Österreich, der durch die Einführung einer neuen Relation zwischen Taulov in Dänemark und dem italienischen Verona ein Plus von 40,9 Prozent verzeichnete. Stark rückläufig dagegen sei die Rollende Autobahn, die wegen Sanierungsarbeiten des Monte Olimpino-Tunnels mit nur einem Zugpaar pro Tag verkehrt. Trotz des Verkehrseinbruchs hält Hupac ihr Netzwerk für den kombinierten Verkehr in allen wichtigen Märkten aufrecht. In einigen Segmenten konnten zuletzt sogar neue Verbindungen eingeführt werden – beispielsweise zwischen Antwerpen und Spanien/Portugal. (ag)
Verkehrsvolumen bei Hupac bricht ein
Schweizer Kombi-Operateurs befördert im ersten Halbjahr 21 Prozent weniger Sendungen