Frankfurt/Main. Die Verkehrsgewerkschaft GDBA hat Bundesverkehrsminister Tiefensee und die zuständigen Verkehrsminister in den Ländern aufgefordert, zusammen mit den Schieneninfrastrukturunternehmen umgehend ein tragfähiges Entwicklungskonzept für die norddeutsche Schieneninfrastruktur vorzulegen. Der drohende Infarkt beim so genannten Hafenhinterlandverkehr könne nur verhindert werden, wenn schnell Lösungen gefunden werden, hieß es in einer Mittelung. Eine entsprechende Forderung beschloss der Bundeshauptvorstand auf seiner Sitzung am gestriegen Dienstag in Würzburg einstimmig. Schon seit Jahren wachse die Menge an Gütern, die von und zu den großen Nordseehäfen Deutschlands transportiert wird, stetig an. Wie die Gewerkschaft betonte, würden die vorhandenen Reserven an Netzkapazitäten in absehbarer Zeit aufgebraucht sein.Aus diesem Grund befürchte man schon bald einen "Verkehrsinfarkt" auf einer der wichtigsten europäischen Nord-Süd-Relationen. In der Folge würden die norddeutschen Häfen erheblich an Attraktivität verlieren, da Güter von hier nicht mehr in der erforderlichen Menge abtransportiert werden könnten. Dies wirke sich auch nachteilig auf den Wirtschaftsstandort Deutschland aus. (stb)
Verkehrsgewerkschaft GDBA befürchtet Verkehrsinfarkt auf der Schiene
Bundesverkehrsministerium soll mit Verkehrsministern der Länder tragfähiges Entwicklungskonzept für die norddeutsche Schieneninfrastruktur vorlegen