Frankfurt/Main. Die Gewerkschaft Verdi hat ihre Streiks zur Erzwingung von Tarifverhandlungen in der hessischen Logistikbranche fortgesetzt. Nach Angaben der Gewerkschaft traten am Mittwoch am Frankfurter Flughafen rund 60 Mitarbeiter der Fraport Cargo Services in den Ausstand. Maschinen zahlreicher ausländischer Fluggesellschaften konnten nicht oder nur verspätet beladen werden, berichtete Streikleiter Detlev Borowsky. Auch einige der 140 bei der Firma beschäftigten Leiharbeiter hätten ihre Arbeit verweigert. Demgegenüber erklärte die Fraport, dass sich nur die Hälfte der Beschäftigten an dem Streik beteiligt hätten. Eilige Sendungen seien bevorzugt bearbeitet worden, so dass der Basisbetrieb aufrechterhalten werden konnte, sagte ein Sprecher des Unternehmens. Passagiermaschinen hätten nicht auf die Fracht warten müssen. Mit den am 2. September begonnenen Streiks will Verdi die Vereinigung des Verkehrsgewerbes in Hessen (vdv) an den Verhandlungstisch zwingen. Es wurden in den vergangenen Tagen bereits mehrere tarifgebundene Unternehmen bestreikt. Die Gewerkschaft verlangt sechs Prozent mehr Lohn und Gehalt. (dpa)
Verdi setzt Streiks bei Frachtverkehr am Flughafen fort
Nach Angaben der Gewerkschaft traten am Frankfurter Flughafen rund 60 Cargo-Mitarbeiter in den Ausstand