02.12.2009 |
USA: Untersuchung entlarvt laxe Kontrollen von Luftfracht
Die Kontrollen von Luftfrachtsendungen an den Flughäfen der USA sind oftmals mangelhaft. Zu diesem harschen Ergebnis kommt eine Untersuchung der für Sicherheitsfragen zuständigen Regierungsbehörde Department of Homeland Security. Sie basiert auf umfangreichen Überprüfungen von Verladungs- und Abfertigungsvorgängen, bei denen unabhängige Fachleute die Handhabung der Abläufe durch das jeweilige Bodenpersonal in den Frachtterminals und auf dem Vorfeld der US-Verkehrsflughäfen während mehrerer Monate genau unter die Lupe genommen haben. Dabei stellten die Inspektoren 2.640 deutliche Verstöße gegen geltende Sicherheitsregeln fest. Von diesen basierten 1.655 auf mangelhafter Kenntnis der Beschäftigten über die gültigen gesetzlichen Sicherheitsbestimmungen beim Versand von Luftfracht.
„Es hat sich gezeigt, dass viele Abfertiger nicht genügend trainiert worden sind und sich deshalb nur vage mit den neuen Sicherheitsbestimmungen auskennen“, heißt es in der Bewertung. Dies sei ein unhaltbarer Zustand, da alle Studien belegten, dass gerade der Luftfrachtsektor zu den Wirtschaftsbereichen mit erheblichem Gefährdungspotenzial für terroristische Aktivitäten gehört. Verantwortlich für die Mängel macht die Untersuchung die für die Sicherheit des Luftverkehrs zuständige US-Behörde Transportation Security Administration (TSA). Nach Feststellung der Defizite müsse diese jetzt umgehend dafür sorgen, dass das Bodenpersonal an den Flughäfen die gesetzlichen Sicherheitsbestimmungen kennt und in der Tagespraxis anwendet. (hs)
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