New York. Das Umschlagsvolumen der US-amerikanischen Containerhäfen fiel im Dezember zum 17. Mal in Folge. Damit war 2008 laut „Port Tracker“, herausgegeben durch die National Retail Federation, das schlechteste Jahr seit 2004. Das Volumen für 2008 wurde auf 15,3 Millionen Standardcontainer (TEU) verglichen mit 16,5 Millionen TEU im Jahr davor geschätzt. Dies entspricht einem Abfall von 7,1 Prozent. 2004 waren es 14 Millionen TEU. „Wir erwarten kein signifikantes Umschlagswachstum in den Häfen, bevor der Verkauf im Einzelhandel nicht auf ein normales Niveau zurückgegangen ist. Selbst dann müssen die Einzelhändler aufpassen, nicht zuviel einzukaufen“, sagte Jonathan Gold, Vizepräsident des Verbandes der Einzelhändler. Im November wurden 1,23 Millionen TEU umgeschlagen. Dies entspricht einem Abfall von 11,8 Prozent gegenüber November 2007 und 10,3 Prozent weniger als im Spitzenmonat Oktober 2008 mit 1,37 Millionen TEU. Der Dezember wurde auf 1,2 Millionen Tonnen (-6,4 Prozent) geschätzt. Der letzte verzeichnete Monat mit Zuwachs war Juli 2007 mit 1,44 Millionen TEU (+3,4 Prozent gegenüber Juli 2006). Der Januar wird auf 1,16 Millionen TEU (-6,3 Prozent), Februar 1,1 Millionen TEU (-11,1 Prozent), März 1,17 Millionen TEU (+1,1 Prozent), April 1,23 Millionen TEU (-2,6 Prozent) und Mai auf 1,25 Millionen TEU (-4 Prozent) vorhergesagt. „Neben des Wirtschafts- und des üblichen Wintereinflusses ist der Hafenumschlag sehr schwach“, sagte Global Insight-Ökonom Paul Bingham. „Der Umschlag wird weiterhin aufgrund der Nachfrageschwäche sehr niedrig sein.“ Die beobachteten Häfen sind: Los Angeles/Long Beach, Oakland, Seattle und Tacoma an der Westküste; New York/New Jersey, Hampton Roads, Charleston und Savannah an der Ostküste sowie Houston an der Golfküste. (rup)
USA: Containervolumen fällt auf Vierjahrestief
Das Umschlagsvolumen der US-amerikanischen Containerhäfen fiel im Dezember zum 17. Mal in Folge