Unterlagen zur Elbvertiefung liegen neu aus

06.10.2008 14:45 Uhr
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Die geplante Elbvertiefung steht immer wieder in der Diskussion. (Foto: ddp)

Cuxhaven fürchtet negative Folgen für eigenen Hafenausbau

Cuxhaven. Die Stadt Cuxhaven befürchtet, dass die geplante Elbvertiefung den eigenen Hafenausbau zunichte macht. „Das wäre für uns eine Katastrophe“, sagte Oberbürgermeister Arno Stabbert (CDU) der Tageszeitung „Weser Kurier“. „Der Nachbar Hamburg darf durch seinen wirtschaftlichen Erfolg nicht unseren wirtschaftlichen Misserfolg verursachen. Das müssen wir verhindern.“ Durch die schneller vorbeifahrenden Schiffe sei wegen des Sogs und Wellenschlags ein Be- und Entladen in den vorgesehenen Hafenerweiterungsanlagen in Cuxhaven aus nautischen Gründen nicht mehr möglich. „Deswegen verlangen wir, dass durch geeignete bauliche Maßnahmen sich die beiden Hafenverkehre nicht in die Quere kommen.“ Ab Dienstag werden die überarbeiteten Planfeststellungsunterlagen zur neuen Elbvertiefung öffentlich ausgelegt. Darin sind unter anderem Verstärkungsmaßnahmen für die Deiche am niedersächsischen Ufer vorgesehen. Hamburg will die Fahrrinne der Elbe soweit vertiefen, dass sie tideabhängig von Schiffen mit einem Tiefgang bis zu 14,50 Meter befahren werden kann. Reeder und Hafenbetriebe unterstützen die Planungen, damit Hamburg auch die größten Containerschiffe mit mehr als 10.000 Standardcontainern (TEU) an Bord zuverlässig abfertigen kann. Umweltschützer und die Elb-Gemeinden, vor allem auf der niedersächsischen Seite, sind gegen die Maßnahme. Der Cuxhavener Oberbürgermeister bemängelte, dass auf ökologische und touristische Belange sowie die Sorgen der Fischer immer noch zu wenig Rücksicht genommen werde. „Schon die vergangene Elbvertiefung hat zu gravierenden ökologischen Auswirkungen in unseren Wattgebieten geführt. Dort haben sich Sedimente in einem nicht mehr hinnehmbaren Ausmaß abgelagert“, sagte Stabbert. „Die Priele dort versanden, dann bilden sich Flachwasserzonen, die bei Ebbe nicht mehr ablaufen. Dadurch gerät das empfindliche Ökosystem aus den Fugen.“ (dpa/sb)

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