30.06.2010 |
Umweltzone in Leipzig ab März 2011
Leipzig. Die Stadt Leipzig bekommt am 1. März 2011 eine Umweltzone. Dorthin dürfen dann nur noch Fahrzeuge mit einer grünen Plakette oder mit Ausnahmegenehmigungen. Der genaue Verlauf sei noch nicht klar, die Zone umfasse aber etwa 60 Prozent der Gesamtfläche der Stadt, sagte Ordnungsbürgermeister Heiko Rosenthal (Linke) am Dienstag. Ursprünglich war die Einführung schon für den 1. Januar 2011 geplant.
Die Umweltzone ist einer von insgesamt 48 Punkten des Leipziger Luftreinhalteplans, mit dem die Feinstaubbelastung spürbar gesenkt werden soll. Laut Rosenthal wurden seit Jahresbeginn etwa in der Lützner Straße 34 Grenzwertüberschreitungen registriert. In Leipzig- West waren es 19.
Zahlreiche Ausnahmen für Nutzfahrzeuge
Es werden allerdings zahlreiche Ausnahmen für Nutzfahrzeuge und Privatautos zugelassen. Für einige Fahrzeuggruppen müssen nicht eigens Anträge gestellt werden. Die Stadt sucht den Dialog etwa mit der Industrie- und Handelskammer, der Handwerkskammer und Sozialverbänden. Sie können bis Ende August ihre Position einbringen. Ab September geht es dann an die Bearbeitung der Ausnahmeanträge. Wirtschaftsbürgermeister Uwe Albrecht (CDU) stellte klar, kein Unternehmen dürfe Wettbewerbsnachteile erleiden oder in eine wirtschaftliche Schieflage geraten.
Für die Antragsbearbeitung wurde ein Team aus 13 städtischen Mitarbeitern gebildet. Nach den Berechnungen sei mit maximal 19.000 Anträgen zu rechnen, sagte Rosenthal. Unklar sei allerdings, wie viele Anträge noch von außerhalb gestellt werden. Nach seinen Angaben haben derzeit 40 Prozent der Nutzfahrzeuge und 60 Prozent der Autos eine grüne Plakette. (dpa)
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