14.04.2008 |

Überlastete Übergänge an polnisch-ukrainische Grenze

Lublin/Lemberg. An der Grenze zwischen Polen und der Ukraine werden die LKW-Rückstaus immer länger. Empörte Fernfahrer blockierten Anfang April vorübergehend die Straßen ganz, um auf ihre Lage aufmerksam zumachen. Am Grenzübergang Dorohusk-Jagodin an der kürzesten Straßenverbindung zwischen Warschau und Kiew stauten sich zuletzt bis zu 1300 Lastwagen.

Die Wartezeit beträgt laut Medienberichten 60 Stunden. Ein Fernfahrer berichtete im russischen Fernsehen, dass er bereits 50 Kilometer vor der Grenze in den Stau geriet und vier Tage auf die Abfertigung warten musste. Die Zustände sind damit noch schlimmer als an der lettisch-russischen Grenze, die bisher als übelster Flaschenhals zwischen der EU und den GUS-Staaten galt.

Der polnische Zoll-Chef Jacek Kapiza kündigte den Bau von Auffangparkplätzen an, an denen Wartenummern ausgegeben werden sollen. Polen macht für die Staus die komplizierte Abfertigung seitens der Ukraine verantwortlich. Beide Seiten gestehen aber ein, dass die veraltete Grenzinfrastruktur dem Verkehrsaufkommen nicht gewachsen ist. 2007 wurden etwa 30 Prozent mehr LKW als im Vorjahr gezählt. Seit dem Beitritt Polens zur Schengen-Zone soll sich die Zahl der LKW nochmals deutlich erhöht haben. (ld)

 
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