Hamburg/Hannover. Die Gesellschafter der in Not geratenen Containerreederei Hapag-Lloyd sind sich über die Details der Hilfen für das Unternehmen noch nicht abschließend einig. „Es gibt keine Beschlüsse. Wir sind aber in konstruktiven Gesprächen“, sagte ein Sprecher des Reisekonzerns TUI am heutigen Mittwoch in Hannover. Der frühere Alleingesellschafter TUI hält noch 43 Prozent an der Reederei. Die „Financial Times Deutschland“ hatte berichtet, die Anteilseigner hätten sich auf einem Treffen am Montag im Grundsatz darauf verständigt, der Containerreederei kurzfristig mit Eigenkapital in dreistelliger Millionenhöhe auszuhelfen. Offen sei aber noch, wie groß der Anteil der einzelnen Eigentümer sein werde. Derzeit liefen Verhandlungen – allerdings habe die Stadt Hamburg als zweitgrößter Anteilseigner bereits klargestellt, dass sie nicht bereit sei, ihren Anteil am Unternehmen zu erhöhen. Der Hamburger Senat wolle in der kommenden Woche über die Beteiligung der Stadt an der geplanten Rettungsaktion entscheiden. Hapag-Lloyd leidet unter dem Einbruch des Welthandels in Folge der Wirtschaftskrise, der die Containerschifffahrt in eine schwere Krise gestürzt hat. Die Gesellschafter der Reederei hatten Anfang Juli zugesagt, Hapag-Lloyd zu stützen und neues Kapital zur Verfügung zu stellen. Nach unbestätigten Berichten hat der Hapag-Lloyd-Vorstand eine Summe von 1,75 Milliarden Euro als zusätzlichen Kapitalrahmen für die nächsten Jahre vorgeschlagen. Davon sollen 750 Millionen Euro von den Eigentümern kommen. TUI hatte die Mehrheit der Reederei an ein Konsortium mit der Stadt Hamburg, dem Schweizer Spediteur Klaus-Michael Kühne, zwei Banken und zwei Versicherungen verkauft. (dpa/sv)
TUI: Keine Beschlüsse über Kapitalspritze für Hapag-Lloyd
Die Gesellschafter der in Not geratenen Containerreederei Hapag-Lloyd sind sich über die Details der Hilfen für das Unternehmen noch nicht abschließend einig