18.09.2009 | Transport + Logistik

Transportgewerbe: BGL sieht schlimmste Krise der Nachkriegszeit

Frankfurt/Main. Stillgelegte Lastwagen und arbeitslose Fahrer: Das deutsche Transsportgewerbe steckt nach Einschätzung des Bundesverbandes Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung (BGL) in der schlimmsten Krise der Nachkriegszeit. Seit der Mauterhöhung zu Jahresbeginn seien mehr als 60.000 mautpflichtige Lastwagen abgemeldet worden, berichtete der Verband am Freitag in Frankfurt mit Hinweis auf Zahlen des Kraftfahrtbundesamtes. Das entspreche 17 Prozent des Bestandes.

Zudem seien immer mehr Trucker arbeitslos: Das Bundesamt für Güterverkehr gehe von 30.000 zusätzlichen arbeitslosen Fahrern von Oktober 2008 bis zum Juni aus. Die Neuzulassungen für Sattelzugmaschinen seien in den ersten acht Monaten des Jahres um 47,8 Prozent zurückgegangen.

BGL-Hauptgeschäftsführer Karlheinz Schmidt verlangte erneut die Rücknahme der Mauterhöhungen: „Die Erhöhung der Lkw-Maut zum 1.1.2009 um 40 bis 90 Prozent ist und bleibt ein Existenz- und Arbeitsplatzvernichtungsprogramm der großen Koalition.“ Die nächste Bundesregierung werde einen ziemlich großen Scherbenhaufen zusammenfegen müssen. (dpa)

 
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