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19.02.2016Transport + Logistik │ Ausland

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premiumTransitstreit: Polen und Russland nähern sich an

Offenbar wollen die Länder eine begrenzte Zahl von Transitgenehmigungen austauschen. Profiteur des Streits war der Fährhafen Sassnitz-Mukran.
Hafen Sassnitz-Mukran

Dem Fährhafen Sassnitz-Mukran bescherte der Streit ein Zusatzgeschäft

Foto: Picture Alliance/dpa/Stefan Sauer

Warschau/Moskau. Im seit Wochen andauernden Konflikt zwischen Russland und Polen um den Lastwagenverkehr aus dem jeweils anderen Land ist eine vorläufige Annäherung erzielt worden. Polnische Medien berichteten am Freitag unter Berufung auf das russische Transportministerium, beide Staaten wollten am Wochenende jeweils 20.000 neue Transitgenehmigungen austauschen. Die Genehmigungen sollen zunächst bis zum 15. April gelten.

Zum 1. Februar hatten alle polnischen Fernfahrer Russland verlassen müssen. Daraufhin machte auch Polen seine Fernstraßen für russische Lastwagenfahrer dicht. Nur mit einer Sondergenehmigung durften russische Fahrer nach Polen einreisen. Alle anderen Fahrer mussten über Weißrussland und das Baltikum mit Fähren nach Skandinavien oder Westeuropa ausweichen und erhebliche Zeitverzögerungen in Kauf nehmen.

Russland hatte Polen vorgeworfen, zu viele Transitgenehmigungen anzufordern. Rund ein Fünftel der etwa 150 000 in Polen zugelassenen Lastwagen ist nach Angaben von Transportverbänden im Warentransport nach Russland engagiert.

Dem Fährhafen Sassnitz-Mukran bescherte der Streit ein Zusatzgeschäft. Von Montag (22. Februar) steuert die aus dem russischen Baltijsk kommende „Petersburg“ den Fährhafen dreimal pro Woche an, was einer Verzwölffachung des Verkehrs im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bedeute. Als eine Ursache nannte der Hafen am Freitag die Schließung der polnischen Grenzen für russische Lastwagen aufgrund von Transitstreitigkeiten. Die Fähre kann bis zu 80 Lastwagen aufnehmen. Der Russlandverkehr im Fährhafen Sassnitz war zuletzt wegen der EU-Sanktionen und des schwachen Rubels eingebrochen. (dpa)

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