Berlin. Angesichts zunehmender LKW-Staus an Raststätten will Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee mit Sofortmaßnahmen Abhilfe schaffen. So sollen vorhandene Freiflächen auf Rastanlagen beschleunigt für Lastwagen nutzbar gemacht werden, kündigte Tiefensee am Montag an. Mit den Bundesländern werde sofort begonnen, damit LKW-Fahrer ihre Ruhezeiten einhalten könnten. Aktuell fehlen 14.000 Parkplätze. Vorhandene Kapazitäten könnten schon durch Aktivierung vorhandener Flächen besser ausgeschöpft werden. Damit wird laut Tiefensee schon eine spürbare Entlastung an den Autobahnen erreicht. „Natürlich werden wir auch neue Parkplätze planen und realisieren.“ Das Parkraum-Programm für LKW - Teil des umstrittenen Verkehrs-Masterplans von Tiefensee - sieht bis 2015 insgesamt 260 Millionen Euro vor. Das Verkehrsministerium begrüßt, dass einige Länder bereits Planungsstäbe für die schnellere Realisierung von Neu- und Ausbaumaßnahmen an Rastanlagen gegründet haben. Erste Pilotprojekte seien angelaufen. Zugleich verwies der Minister auf die künftige Nutzung von Verkehrsleitsystemen. Mit elektronischen Anzeigen sollen LKW-Fahrer frühzeitig erkennen, ob an der nächsten Rastanlage freie Parkplätze zur Verfügung stehen, erläuterte Tiefensee. Dazu könnten Staumeldungen im Radio durch Informationen über die LKW- Parkplatzsituation ergänzt werden. (dpa)
Tiefensee will LKW-Parkplatzmangel bekämpfen
Der Bundesverkehrsminister will mehr Tempo beim LKW-Parkplatzausbau, Leitsysteme sollen bald kommen