Berlin. Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) hat Befürchtungen des Bundesrechnungshofs (BRH) über eine Kostenexplosion für die feste Fehmarnbelt-Querung über die Ostsee widersprochen. Er glaube nicht daran, sagte der Minister heute am Rande eines Besuchs seines dänischen Kollegen Lars Barfoed in Berlin. „Das war eine falsche Einschätzung.“ Dänemark übernimmt nach bisherigen Informationen etwa 4,8 Milliarden Euro Baukosten. Deutschland ist nur für die Hinterlandanbindung zuständig und will rund 800 Millionen Euro aufbringen. Die Bonner Rechnungskontrolleure hatten kürzlich die Preis-Annahmen für die deutschen Baukosten bezweifelt und deshalb eine Verdoppelung dieser Kosten auf 1,6 Milliarden Euro für möglich erklärt. Kopenhagen wiederum will die hohen Kosten in Dänemark letztlich durch Mautgebühren wieder hereinholen. Der Bundestag hatte am 19. Juni grünes Licht für die 19 Kilometer lange Querung (Brücke oder Tunnel) zwischen der deutschen Ostsee- Insel Fehmarn und der dänischen Insel Lolland gegeben, die spätestens 2018 fertig sein soll. Jetzt geht es um die Umsetzung der Gesetze. Nach Aussage von Tiefensee sei er sich mit seinem dänischen Kollegen einig, der erst kurze Zeit im Amt ist. Das Gespräch „diente dem Kennenlernen“. (dpa)
Tiefensee: Keine Verdoppelung der Fehmarnbelt-Kosten
Bundesverkehrsminister widerspricht Befürchtungen des Bundesrechnungshofs über eine Kostenexplosion für die feste Querung über die Ostsee