Tiefensee: Deutschland treibt EU-Flugsicherung voran

15.09.2009 10:01 Uhr
Flugzeug 290
Wolfgang Tiefensee stellt Deutschlands Vorreiterrolle in Sachen Flugsicherung heraus

Bundesverkehrsminister lobt Vorreiterrolle der Bundesrepublik bei grenzüberschreitenden Kontrollen des EU-Luftraums

Langen. Beim Plan der grenzüberschreitenden Kontrolle des Luftraums über der EU sieht Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) Deutschland in einer Vorreiterrolle. „Wir sind stolz darauf, dass wir der Treiber beim Projekt Single European Sky sind – sowohl auf der europäischen als auch auf der internationalen Ebene“, sagte der Minister am Montag während seines ersten Besuches bei der Deutschen Flugsicherung DFS in Langen nahe Frankfurt. In Zukunft soll die Überwachung des Flugverkehrs öfter länderübergreifend geschehen. Das soll die Sicherheit verbessern, Flugzeiten verkürzen und die Umwelt schonen. Deutschland hatte für die Reform das Grundgesetz geändert und will Tiefensee zufolge nun dafür sorgen, dass Gesetze, Regeln und technische Standards mit den EU-Partnern vereinheitlicht werden. „Wir verfügen hier in Deutschland über Institutionen, technisches Equipment und ausgebildete Leute, die höchstes internationales Niveau sind. Viele beneiden uns darum“, sagte Tiefensee. Er räumte aber auch ein, dass der Traum vom Himmel ohne Nationalstaatsgrenzen noch ferne Zukunftsmusik sei. So sagte DFS-Geschäftsführer Dieter Kaden, es seit heutzutage undenkbar, dass etwa Warschau den Flugverkehr Berlins überwache. Gen Westen sei eine verstärkte Zusammenarbeit aber bereits Realität oder in Planung. So würden die Flughafen Amsterdam, Rhein-Ruhr und Frankfurt/Main von März 2010 an einen gemeinsamen zivilen und militärischen Luftraum überwachen – unter deutscher Führung. Zwischen Belgien, den Niederlanden, Luxemburg und Deutschland gebe es seit Jahren eine Kooperation. Weitere grenzüberschreitende Projekte sollen demnächst kommen. (dpa)

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