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VW Caddy 4-Motion
Testberichte

Test & Technik: VW Caddy 4-Motion

von Jan Burgdorf

Wer die Anschaffung eines Stadtlieferwagens mit Allradantrieb plant, kommt zur Zeit am Caddy 4-Motion nicht vorbei. Von privaten Umbauern abgesehen hat derzeit nur Wolfsburg in dieser Klasse einen Allradler im Programm, seit Konkurrent Renault den Kangoo 4x4 mit Einführung der aktuellen Generation auf Eis gelegt hat.

Mit mehr als einstelligen Produktionsanteilen an der Caddy-Produktion rechnet man in Wolfsburg aber zunächst nicht. Kaum verwunderlich also, dass der 4-Motion ausschließlich den kurzen Karosserievarianten vorbehalten ist und nur in Verbindung mit dem populären 105 PS starken 1,9-Liter-Pumpe-Düse-Triebwerk. Dieses erweist sich in allen Lebenslagen als ausreichend kräftig, geht aber auch hier eher unkultiviert zur Sache und leidet zudem an der VW-typischen Anfahrschwäche.

Die Allradtechnik entleiht sich Volkswagens kleinster Transporter bei seinem großen Bruder T5 sowie bei der konzerneigenen PKW-Abteilung. Eine erhöhte Bodenfreiheit sowie mechanische Längs- und Quersperren sucht man allerdings vergebens. Mittels Steuergerät wird das ideale Antriebsmoment für die Hinterachse errechnet und entsprechend die Kraft bis zu 100 Prozent nach hinten geleitet. Bei Leerfahrt teilt die Hinterachse an Bodenwellen kräftig in Richtung Fahrerkreuz aus, was sich im beladenen Zustand kaum bessert.

Sparsam bei sanftem Gasfus

Bei sanftem Gasfuß setzt sich der Vierfüßler in Sachen Verbrauch überaus gut in Szene: Gerade einmal 6,8 Liter flossen pro hundert Kilometer durch die Pumpe-Düse-Elemente. Damit unterbot er sein gleichermaßen motorisiertes, zweiradgetriebenes Pendant auf unserer Teststrecke um 0,3 Liter. Ein Ergebnis das zum Großteil sicher auf das Konto des gut zu schaltenden Sechsganggetriebes geht, welches in Verbindung mit dem 105-PS-Diesel nur für den 4-Motion zu haben ist.

Im Innenraum bleibt es recht leise, erst ab 130 Sachen arbeitet der TDI-Motor vernehmlicher. Ebenfalls bei den meisten Einsätzen zu verkraften sollten die moderaten 70 Kilo Zusatzgewicht für die 4-Motion-Technik sein. Preislich ist dagegen ein happiger Zuschlag von 2700 Euro fällig. Darin sind aber ESP samt Berganfahrhilfe, Partikelfilter und Multifunktionsanzeige enthalten, sodass VW den Nettoaufpreis für den Allrad mit 1400 Euro angibt.


Den kompletten Bericht mit vielen weiteren Details lesen Sie in der VerkehrsRundschau 25 vom 19. Juni 2009. Hier können Sie ein Abo bestellen. Produktfotos finden Sie unten auf dieser Seite in einer Bildergalerie - schauen Sie rein!

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