29.05.2009 | Nutzfahrzeuge + Fuhrpark

Test & Technik: Berge- und Abschleppfahrzeuge

von Gregor Soller

Zwar ist das Abschleppen an sich ein sicheres Geschäft, denn Liegenbleiber, Falschparker oder Verunfallte wird es immer geben – trotzdem spürt auch die Branche der Weg-Freiräumer Gegenwind. Rund 25 Prozent Rückgang standen auf der internationalen Fachausstellung Bergen und Abschleppen (Ifba) im Raum, womit man mit einem blauen Auge davongekommen wäre, zumal die Messe selbst praktisch keine Einbußen zu verzeichnen hatte. Alle Branchengrößen von Agefa bis Wilhelm Wellmeyer waren vertreten, dazu Palfinger und Tirre, die branchenspezifische Kräne im Programm haben.

Der Auffahrwinkel: Jedes Grad zählt

Trotzdem bleibt das Führerschein- und Nutzlastthema präsent: Algema präsentierte einen neuen Sattel und war wieder mit den Blitzladern präsent. Die sind vor allem als Dreiachser populär, wo sie als 5,9-Tonner XXL-Version bis zu 3000 Kilo Nutzlast bieten. Interessant auch der „Mini-Blitz“-3,5-Tonner, der laut Eder bis zu 1,7 Tonnen Nutzlast auffährt, aber entsprechend nur als Zweiachser mit Einzelkabine lieferbar ist und als PKW zugelassen werden kann. Dank der hydraulisch ausfahrbaren Rampen schafft der Blitzlader acht Grad Auffahrwinkel. Algema-eigen ist das Fahrwerk mit Pendelachse und progressiver Luftfederung, was die Autos auch auf kurvigen und welligen Straßen nicht aus der Ruhe bringen soll, wobei hier mittlerweile auch die Festplateaus von FGS, Jotha oder Co.Me.Ar. Tischer stoisch ihre Bahn ziehen. Als Fahrzeug ist der Ford Transit aufgrund seines Gewichtes dabei, sich als 3,5-Tonnen-Basisfahrzeug zu etablieren. Jotha änderte die Abschlussprofile an den Autotransportanhängern. Durch eine Rundung des Trailerhecks können die meisten PKW ohne Hilfsschienen geladen werden.

Weniger Reibung, weniger Wartung

Bei den Verschiebeplateaus präsentierte Wellmeyer die neuesten Hubbrillen-Versionen. Neue Maßstäbe setzen will in diesem Segment auch Jacobs/Jige mit dem 2008 präsentierten Simplex-Rollmatic-Verschiebeplateau, dessen Reibungswiderstand man gegenüber konventionell geführten Lösungen auf rund 40 Prozent reduziert haben will.

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