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22.01.2016Transport + Logistik | Inland

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premiumStreikgefahr bei Lufthansa schwindet

Im Tarifkonflikt mit den Flugbegleitern wurde eine wichtige Teileinigung erzielt. Doch noch hat Schlichter Matthias Platzeck einige Arbeit vor sich.
Lufthansa

Rund 500 Millionen Euro kosteten die Streiks die Lufthasa seit April 2014

Foto: Picture Alliance/dpa/Peter Kneffel

Frankfurt am Main. Kunden der Lufthansa müssen in den kommenden Monaten keine weiteren Streiks der Flugbegleiter mehr fürchten. Noch vor dem offiziellen Beginn der Schlichtung einigten sich Unternehmen und die Gewerkschaft Ufo auf einen Tarifvertrag zu Gehaltssteigerungen und auf Eckpunkte zur Altersversorgung des Kabinenpersonals. Dies teilten beide Seiten am Freitag in Frankfurt nach mehrtägigen Schlichtungs-Vorgesprächen unter Vorsitz des SPD-Politikers Matthias Platzeck mit.

Noch offene Spezialfragen zur Arbeitsorganisation der Flugbegleiter sollen in einer Schlichtung bis zum 30. Juni 2016 unter Vorsitz des früheren Ministerpräsidenten von Brandenburg erledigt werden. Hierfür wurden die Details des Schlichtungsverfahrens und weitere Verhandlungsstränge festgelegt. Auch ungeklärte Details zu den Renten könnten noch in die Schlichtung gegeben werden. Bis Ende Juni darf Ufo die rund 19.000 Flugbegleiter wegen der vereinbarten Friedenspflicht nicht zu Streiks aufrufen.

„Wir freuen uns sehr, dass wir die Schlichtung beginnen und an einem gemeinsamen Ziel arbeiten. Das ist ein wichtiges Signal für unsere Mitarbeiter, Kunden und Aktionäre“, erklärte Lufthansa- Personalvorstand Bettina Volkens. Nach dem Bodenpersonal haben die Flugbegleiter damit als zweite Berufsgruppe der Lufthansa die Umstellung des Rentensystems auf feste Unternehmensbeiträge akzeptiert. Bislang hat Lufthansa die absolute Höhe der Betriebsrenten garantiert und damit auch das Zinsrisiko übernommen. Dafür waren in der Bilanz hohe Rückstellungen notwendig, die das Eigenkapital belasteten.

Offene Baustellen bei Piloten

Noch offen ist der Tarifkonflikt bei den Piloten. Sie haben bereits 13 Mal gestreikt. Die Flugbegleiter hatten im November vergangenen Jahres sieben Tage lang die Arbeit niedergelegt und damit den härtesten Streik in der Geschichte der Lufthansa organisiert. Seit April 2014 haben die beiden Berufsgruppen dem Unternehmen einen Schaden von rund 500 Millionen Euro zugefügt. (dpa)

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