Berlin. Die Warnstreiks der Bahngewerkschaften Transnet und GDBA haben am Donnerstag vor allem in Süddeutschland zu Ausfällen und Verspätungen im Regional- und Fernverkehr geführt. Nach Transnet-Angaben hatten bereits in den frühen Morgenstunden rund 200 Beschäftigte des Zugbegleiter- und Servicepersonals der Deutschen Bahn in Nürnberg und München ihre Arbeit vorübergehend niedergelegt. Bis 8 Uhr kam es auch in Köln, Hamburg, Düsseldorf, Saalfeld, Berlin und Magdeburg zu Streiks. Bis in den späten Vormittag seien über 400 Beschäftigte an dem befristeten Ausstand beteiligt gewesen, so Transnet. Bei der Bahn ging man am Donnerstagmorgen davon aus, „dass der überwiegende Teil des Zugverkehrs außerhalb der Streikschwerpunkte ohne größere Behinderungen ablaufen kann“. Nach Angaben eines Bahn-Sprechers hatten die Arbeitsniederlegungen bislang keinen Einfluss auf den Schienengüterverkehr. Medienberichte über Angestellte des Güterverkehrs, die an der Steikaktion beteiligt waren, wollte der Sprecher nicht bestätigen. Anlass für die Warnstreiks sind die festgefahrenen Tarifverhandlungen zwischen der Deutschen Bahn und den Arbeitnehmervertretungen Transnet und GDBA. Die Gewerkschaften fordern für bundesweit 130.000 Beschäftigte zehn Prozent mehr Geld und planbarere Arbeitszeiten mit mindestens zwölf freien Wochenenden im Jahr. Die Bahn hat jeweils ein Prozent höhere Einkommen für 2009 und 2010 sowie Einmalzahlungen angeboten. Die Aktion sei als Warnsignal an die Arbeitgeberseite zu verstehen, hieß es auf Gewerkschaftsseite. „Wir wollen den Schienenverkehr, auch mit Rücksicht auf die Bahnkunden, nicht vollständig lahm legen“, bemerkte die stellvertretende Transnet-Vorsitzende Regina Rusch-Ziemba. Die Tarifverhandlungen zwischen Transnet und GDBA sowie der Deutschen Bahn sollen am Freitag in Frankfurt fortgesetzt werden. (ag)
Steiks führen zu Behinderungen im Bahnverkehr
Warnstreiks der Gewerkschaften Transnet und GDBA treffen vor allem den Süden