02.04.2009 | Transport + Logistik

Schweizerischen Bundesbahnen vervierfachen Gewinn

Bern. Die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) haben im vergangenen Jahr den Konzerngewinn von 80,4 auf 345 Millionen Franken (53 resp. 228 Mio. Euro) gesteigert – insbesondere dank steigender Passagierzahlen. Die Zahl der Reisenden nahm um 5,2 Prozent zu. Im Personenverkehr verbesserte sich das Ergebnis von 83,8 auf 276,8 Millionen Franken (55,3 resp. 182,6 Mio. Euro). Bei 322,6 Millionen Bahnfahrten wurden 16,14 Milliarden Personenkilometer zurückgelegt (plus 6,7 Prozent).

Überproportional um acht Prozent sei die Nachfrage in den Hauptverkehrszeiten und insbesondere im Pendlerverkehr gestiegen, sagte SBB-Chef Andreas Meyer auf der Bilanzpressekonferenz. Das führt für die Bahnnutzer zu Engpässen und überfüllten Zügen, doch für die Bahn zahlt es sich aus. So erhöhte sich der Reingewinn im letzten Jahr um 329,1 Prozent auf die erwähnten 345 Millionen Franken. Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) konnten die SBB mehr als verdoppeln, es belief sich auf 476 Millionen Franken (285,6 Mio. Euro).

Der Passagierzuwachs zwingt die SBB dazu, ihr Angebot weiter auszubauen und zu investieren. Auch 2008 konnten die Investitionen nicht vollständig aus eigenen Mitteln gedeckt werden, wodurch sich der Verschuldungsgrad erhöhte. Die Investitionen führten zu einem höheren Mittelabfluss von 505,6 Millionen Franken (333,7 Mio. Euro); das waren knapp 76 Mio. Franken (50,1 Mio. Euro) mehr als im Vorjahr.

Sorgenkind Güterverkehr verbessert sich

In Zukunft werde die Verschuldung laut Meier stark ansteigen. Der Bund bezahlt jährlich einen Milliardenbetrag an die Infrastruktur der Bahn. Die SBB nutzen ihr Schienennetz intensiver als jede andere Bahn der Welt. Das führe zu deutlich höheren Unterhaltskosten, deren Finanzierung immer schwieriger werde.

Auch das Sorgenkind Güterverkehr konnte sich verbessern. Der Verlust von SBB Cargo sank von 190,4 (125,6 Mio. Euro) auf 29,9 (19,7 Mio. Euro) Millionen Franken. Hätte der Konjunktureinbruch die Frachtmenge nicht stark verringert, wäre für SBB Cargo sogar eine ausgeglichene Rechnung möglich gewesen. Die Wirtschaftskrise habe die Sanierungsanstrengungen geschmälert, erklärte das Unternehmen. (hrk)

 
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