04.01.2010 |

Schleswig-Holstein setzt auf neue Elbquerung

Kiel. Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Jost de Jager setzt große Erwartungen in den geplanten Bau einer Elbquerung westlich von Hamburg im Verlauf der Autobahn A 20. Er sehe große Chancen für den Wirtschaftsraum Unterelbe und die Möglichkeit, den Hafen Brunsbüttel noch wettbewerbsfähiger zu machen, sagte de Jager (CDU) am Montag in Kiel. Zudem erwarte er von dem rund 900 Millionen Euro teuren Vorhaben kräftige Impulse für die norddeutsche Bauindustrie. Der Zeitplan sieht einem Sprecher zufolge weiterhin vor, dass der Bau 2011 anlaufen kann, wenn 2010 das Baurecht erteilt wird.

Offen ist bisher, wie die Finanzierung gestaltet wird. Dazu läuft auch noch eine Wirtschaftlichkeitsuntersuchung des Bundes. Wenn der Tunnel komplett privat finanziert werden sollte, könnte sich der Baubeginn hinauszögern, weil dann die Konzessionsausschreibungen mehr Zeit erfordern würden.

Aus der Wirtschaft in Schleswig-Holstein und Niedersachsen wurde die Forderung bekräftigt, die neue Elbquerung zügig zu bauen. Die Fortführung der A 20 bis zur Elbe, die Querung bei Glückstadt und die Fortsetzung als A 22 bis zum Wesertunnel hätten höchste Priorität, sagte der Vorsitzende des Förderkreises „Feste Unterelbequerung“, Rainer Bruns, am Montag in Heide. „Wir sehen täglich die Wettbewerbsnachteile, die durch das Nadelöhr Elbtunnel entstehen. Nur mit Hilfe der A 20 und einem neuen leistungsfähigen Tunnel werden die objektiv vorhandenen Nachteile beiderseits der Elbe ausgeglichen und neue Arbeitsplätze geschaffen werden.“ (dpa)

 
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