12.07.2010 |

Schifffahrt in Sorge: Elbe mit Niedrigwasser

Dresden. Die Elbe in Dresden führt Niedrigwasser und löst damit Sorgen bei der sächsischen Schifffahrt aus. „Der Stand ist schon sehr kritisch", sagte ein Sprecher des Wasser- und Schifffahrtsamtes Dresden der Nachrichtenagentur dpa am Montag auf Anfrage. „Die Schifffahrt leidet darunter", betonte er.

Der Wasserstand lag am Montagmittag bei etwa 85 Zentimetern, tags zuvor waren es noch rund 1,20 Meter gewesen. Üblich sind etwa zwei Meter. Der Elbestand war am 24. Juni unter die Normalmarke gesunken und seither nicht mehr über den Wert geklettert, geht aus dem Online- Portal des Bundesverkehrsministeriums hervor.

Bei Werten unter 1,60 Meter Fahrrinnentiefe bekommt die Schifffahrt auf der Elbe Probleme. „Unter diesem Wert wird es schwierig", sagte ein Sprecher. „Mit Niedrigwasser müssen wir aber leben. Diese Probleme sind uns bekannt", ergänzte er. „Was uns infolge der Hitzewelle fehlt, sind natürlich Regenfälle."

Rentabilität im Blick

In Zeiten von Niedrigwasser habe jeder Schiffer noch mehr als sonst die Rentabilität seiner Fahrten im Blick. „Da muss man sich gut überlegen, ob die Wirtschaftlichkeit noch gegeben ist", sagte ein Sprecher. „Wir können niemandem vorschreiben, was er zu tun hat."

Das sächsische Landesumweltamt sagt für die kommenden Tagen weiter Niedrigwasser voraus. „Wenn die Gegebenheiten so bleiben, wird der Wert zwischen 70 und 90 Zentimetern schwanken", sagte ein Sprecher. Für die weitere „Schiffbarkeit" der Elbe sei auch die Hilfe von tschechischer Seite vonnöten. „An den Talsperren der Moldau wird auf die passende Wasserabgabe geachtet", bekräftigte er.

Sachsens Dampfschiffer sehen das Niedrigwasser noch gelassen. „Wir fahren unverdrossen weiter", kündigte eine Sprecherin an. „Bislang mussten wir keine Einschränkungen hinnehmen. Nur das An- und Ablegen ist etwas mühsam", sagte sie. Auch für die nächsten Tagen erwarte sie kaum Beeinträchtigungen. „Wir sind mit unseren Schiffen weiter gut unterwegs", betonte sie. Die historischen Schaufelraddampfer haben nur einen geringen Tiefgang. (dpa)

 
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