12.10.2011 | Transport + Logistik
Reederverband drängt auf bewaffnete Sicherheitskräfte
Die deutschen Reeder möchten sicher in den Weltmeeren unterwegs sein
Hamburg. Nach einem weiteren Piratenüberfall vor der Westküste Afrikas drängt der Verband Deutscher Reeder (VDR) darauf, dass bewaffnete Sicherheitskräfte so schnell wie möglich an Bord von Handelsschiffen dürfen. Die Zulassung von privaten Sicherheitskräften, wie sie die Bundesregierung plane, sei eine denkbare Lösung.
"Wir drängen darauf, dass die Zertifizierung so schnell wie möglich beginnt", teilte Verbandsgeschäftsführer Ralf Nagel am Mittwoch in Hamburg mit. Besorgt ist er darüber, dass sich die Piratenüberfälle von der Ost- zur Westküste Afrikas ausweiten.
Jüngst ist ein Tanker der Hamburger Reederei Columbia Shipmanagement mit 20 Mann Besatzung an Bord vor der Küste Nigerias gekapert worden. Das International Maritime Bureau in London hat bis Ende September weltweit 35 gekaperte Handelsschiffe erfasst, 24 wurden allein von somalischen Piraten entführt. Sie hielten Ende des Monats 15 Schiffe mit 277 Geiseln fest. (dpa)
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