06.08.2009 |

Reedereien für freie Märkte

Die Mitglieder des Global Shippers' Forum (GSF) befürworten nicht-tarifliche Absprachen zwischen Reedereien, die nur geringfügig den Wettbewerb beeinflussen. Diese Stellungnahme wurde als Antwort auf eine für die 21 Mitgliedsstaaten der Asia-Pacific Economic Cooperation (APEC) im November 2008 durchgeführte Studie von Meyrick and Associates gegeben. Diese behandelt die Harmonisierung der gesetzlichen Regelungen im Asien-Pazifik-Raum. Dem Forum gehören regionale Reedereiverbände aus aller Welt an, die die Aufgabe von Reedereikonferenzen in Asien und eine größere Transparenz wollen. Dadurch soll der Wettbewerb auf dem globalen Seetransportmarkt gestärkt werden.

„Wie der Bericht besagt, stimmt die GSF darin überein, dass viele Reedereien und ihre Verbände besorgt über zu groß werdende Allianzen sind. Zur gleicher Zeit erkennt man, dass die Reedereien größere Märkte und Rentabilitäsgewinne finden müssen“, sagte die GSF in einer Verlautbarung. Die GSF-Mitglieder drängen die asiatischen Nationen Reedereikonferenzen aufzugeben. Sie glauben daran, dass europäische Reformen zu einer Aufgabe von Ausnahmebestimmungen für Reedereiverbände führen werden. Ebenso könnten Änderungen in Nordamerika wie zum Beispiel die vertrauliche Vertragsschließung zwischen Reedereien und ihren Kunden ähnliche Vorteile für asiatische Reedereien bringen und somit den Wettbewerb stärken.

Das GSF ist für die Abschaffung von Benchmarking, Absprachen und die Festlegung von Tarifen, Servicebedingungen sowie Zuschlägen. „Die asiatischen Regierungen sollen, auch wenn nationale Unterschiede bestehen, marktbasierende Prinzipien für Reedereien einführen.“ Die Forumsmitglieder stimmen ebenso der Einführung von Verordnungen für nicht-tarifliche Absprachen zwischen Reedereien zu. Trotzdem müsse der Einfluss dieser Regelungen auf den Wettbewerb untersucht werden. Vom 14. bis 16. September soll die Studie zusammen mit der augenblicklichen Überprüfung der Konsortienregelung der Europäischen Kommission auf einem Treffen in London von GSF-Mitgliedern besprochen werden. (rup)

 
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