Hamburg. Die deutschen und internationalen Reeder setzen zunehmend auf technische Innovationen, um den Spritverbrauch ihrer Schiffe zu senken und die Umwelt zu entlasten. Nach einer aktuellen Umfrage der HypoVereinsbank/UniCredit-Group bauen fast alle der befragten Reeder auf ein neues Rumpfdesign und eine effizientere Schiffsmaschine, um Treibstoff und damit auch Kosten zu sparen. Der Hauptgrund, die Geschwindigkeit der Schiffe zu drosseln, liege in der Senkung der Betriebskosten, heißt es in dem am Mittwoch in Hamburg verbreiteten „Maritimen Trendbarometer“. Weitere geeignete technische Maßnahmen seien neue Schiffsanstriche und optimierte Propeller. Die Treibstoffkosten der Schifffahrt sind erst seit dem massiven Anstieg des Ölpreises in den vergangenen Jahren zu einem Thema in der Reederschaft geworden. Mittlerweile sind die Kosten für den Schiffsdiesel so hoch, dass es sich für viele Reeder lohnt, langsamer zu fahren und zusätzliche Schiffe einzusetzen, um die gleiche Menge Güter zu transportieren. Die Hälfte der Reeder glaubt, dass bei den Antrieben der Schiffe künftig der dieselelektrische Pod-Antrieb besonders erfolgreich sein wird, neben der Brennstoffzelle. Vom Zugdrachensystem SkySails zeigten sich lediglich 24 Prozent überzeugt. Die HypoVereinbank zählt zu den großen Schiffsfinanzierern in Deutschland und finanziert gegenwärtig rund 1000 Schiffe; die Sparte ist für den Gesamtkonzern in Hamburg angesiedelt. Deshalb untersucht die Bank immer wieder Fragestellungen aus der Schifffahrt. (dpa/pi)
Reeder setzen auf Innovationen zum Spritsparen
Nach einer aktuellen Umfrage bauen Reeder in erster Linie auf ein verbessertes Rumpfdesign und eine effizientere Schiffsmaschine