Den Haag/Zoetermeer. Das niederländische LKW-Transport- und Logistikgewerbe fühlt sich durch die jetzt beschlossene Anhebung der LKW-Maut auf deutschen Fernstraßen massiv unter Druck gesetzt. Vor allem die Entscheidung, Euro-3-LKW künftig stärker zu belasten, erzürnt die Unternehmen, stellen der niederländische Logistik- und Verlader-Verband EVO, Zoetermeer, sowie die Deutsch-Niederländische Handelskammer (DNHK), Den Haag, in einer gemeinsamen Erklärung fest. Die beiden Organisationen begründen ihre Ablehnung damit, dass in den Niederlanden zugelassene Euro-3-LKW im großen Stil dank eines staatlichen Förderprogramms mit hochwertigen Rußpartikelfiltern ausgerüstet worden sind, so dass sie besonders umweltfreundlich sind. „Eine Investition von rund 9000 Euro pro LKW wurde damit wertlos gemacht“, entrüsten sich DNHK und EVO. Zugleich fordern sie von der niederländischen Regierung, gegenüber Berlin durchzusetzen, dass es für Euro-3-LKW zu einer Übergangsregelung bei der Maut-Festsetzung kommt. Gelinge das nicht, so müsse Den Haag einen finanziellen Ausgleich für die höhere Maut oder die Nachrüstung der Fahrzeuge mit den kostspieligen Rußpartikelfiltern leisten. (eha)
Protest aus Niederlanden gegen deutschen Mautkompromiss
Niederländisches Transportgewerbe: Euro 3-LKW mit neuen Rußpartikelfiltern dürfen nicht die volle Maut-Anhebung zu spüren bekommen