Post schränkt Leistungen im Juli und August ein

18.08.2009 19:29 Uhr
Post Briefträger
Im Juli und August sinke das Briefaufkommen auf etwa 80 Prozent des Jahresniveaus
© Foto: ddp

Die Deutsche Post hat nach Vorwürfen von Kundenvertretern eingeräumt, ihre Leistungen in den Sommermonaten eingeschränkt zu haben

Bonn. Die Deutsche Post hat nach Vorwürfen von Kundenvertretern eingeräumt, ihre Leistungen in den Sommermonaten eingeschränkt zu haben. Im Juli und August sinke das Briefaufkommen auf etwa 80 Prozent des Jahresniveaus, sagte ein Postsprecher am Dienstag in Bonn. Daher seien kostensenkende Maßnahmen ergriffen worden. Er bestätigte damit einen Bericht der „Berliner Zeitung“. So seien Zustellbezirke zusammengelegt worden, in denen die Postboten dann längere Zustellwege zu bewältigen hätten. Das Postkundenforum kritisierte, Kunden warteten wegen der Maßnahmen immer häufiger montags vergeblich auf Post. Die Zusammenlegung von Zustellbezirken ermögliche den Abbau von Überstunden und Urlaubsansprüchen, sagte der Sprecher. In 15 von 82 Briefzentren werde zudem am Montagabend nicht gearbeitet. Die Post werde dann in Nachbarbetrieben sortiert, am Dienstag aber normal ausgeliefert. Bestimmte überregionale Sendungen, die am Wochenende aufgegeben werden, werden erst montags sortiert, so dass auch sie erst am Dienstag zugestellt werden. Auch in der kommenden Woche werde noch einmal so verfahren, sagte der Sprecher. Danach solle Bilanz gezogen und entschieden werden, ob die erwünschten Spareffekte eingetreten seien und ob im nächsten Sommer wieder so vorgegangen werden solle. Die Maßnahmen seien auch nicht überraschend gekommen sondern bereits vor einigen Wochen angekündigt worden. Der Sprecher bestätigte, dass es Kundennachfragen gegeben habe.Von massenhaften Beschwerden könne aber nicht die Rede sein. Vermehrte Kundenbeschwerden gingen auch bei der Bundesnetzagentur ein. „Bei uns gibt es eine leicht angestiegene Zahl von Beschwerden über die Postzustellung“, sagte eine Sprecherin der Berliner Zeitung. „Solange die Deutsche Post AG ihren Universaldienst erbringt – und das tut sie – gibt es für uns aber keinen Grund, etwas zu beanstanden.“ Um als Universaldienstleister zu gelten, muss die Deutsche Post im Jahres- und Bundesdurchschnitt 80 Prozent der Briefsendungen innerhalb eines Werktages nach Abgabe zustellen. 95 Prozent müssen es nach zwei Werktagen sein. „Da liegt die Deutsche Post AG weit drüber“, sagte die Sprecherin. (dpa/sv)

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