02.07.2009 | Transport + Logistik

Post rüstet sich gegen Arcandor-Krise

Bonn. Die Deutsche Post DHL hat sich Ende Juni mit der Gewerkschaft Verdi auf die Verkürzung der Kündigungsfristen für Tarifverträge von rund 3000 Beschäftigten verständigt, die die Logistik bei den Arcandor-Töchtern Karstadt und Quelle abwickeln. Falls die Aufträge von Karstadt und Quelle ausblieben, könnten die Arbeitsverträge der Betroffenen jetzt „einige Monate“ früher ausgesetzt werden, sagte ein Sprecher der Deutschen Post am Donnerstag.

„Das ist eine rein vorsorgliche Maßnahme, die mit der drohenden Insolvenz von Arcandor zusammenhängt“, betonte der Sprecher. Für die Mitarbeiter, die die Logistik für Karstadt und Quelle abwickeln, ändere sich derzeit nichts. Die tarifrechtlichen Vereinbarungen bestünden vorerst weiter.

Der Expressdienstleister DHL wickelt für Arcandor-Gesellschaften wie Quelle oder Karstadt fast die komplette Logistik ab. Diese Firmen sind in Gefahr, wenn das Insolvenzverfahren über den Essener Touristik- und Handelskonzern Arcandor zum ersten September eröffnet wird. Denn dann kann der Insolvenzverwalter die Verträge mit den Logistikdienstleistern kündigen. (ag)

 
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