19.07.2010 |

Polnische Transporteure gegen Hitze-Fahrverbot

Warschau. Die Transportbranche in Polen leidet derzeit unter einer Hitzewelle – genauso wie das gesamte Land. Jetzt baut sich auch noch ein Konflikt zwischen den LKW-Unternehmen und der Regierung auf: „Wir protestieren entschieden gegen die Pläne, ein Hitze-Fahrverbot einzuführen", erklärte der einheimische Straßengüterverkehrs-Verband ZMPD in einer offiziellen Erklärung. Die Organisation beruft sich dabei auf frühere Erfahrungen mit solchen Verboten. „Diese haben die Rentabilität des Transportgewerbes ernsthaft herabgesetzt und die Konkurrenzfähigkeit der Transporteure verschlechtert", heißt es.

Jeder Tag, an dem die Unternehmen gezwungen werden, nicht zu fahren, bedeute einen Verlust von 400 Euro je Fahrzeug, mahnt die ZMPD. „Weitere negative Wirkungen sind der Verlust der Glaubwürdigkeit beim Kunden sowie die Kündigung der Aufträge", so der Verband. Das Ergebnis: Die ausländischen Transporteure übernehmen diese Order und umfahren Polen auf andere Trassen, erklärt die ZMPD. Für viele polnische Unternehmen kann der Verlust eines Auftrages schnell zu finanziellen Engpässen führen, weil sie nur über eine geringe Kapitaldecke verfügen. In Polen herrschen seit einigen Wochen Temperaturen von weit mehr als 30 Grad. (bec)

 
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