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18.07.2014Transport + Logistik | Inland

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premiumPolizei geht härter gegen LKW auf Rheinbrücke vor

Nicht alle LKW-Fahrer halten sich an die Sperrung der maroden Leverkusener Rheinbrücke für schwere Fahrzeuge. Die Polizei will stärker kontrollieren.
Rheinbrücke Leverkusen

Das Fahrverbot für Fahrzeuge ab 3,5 Tonnen auf der Rheinbrücke in Leverkusen wird immer noch zu oft missachtet

Foto: Picture Alliance/Ralph Goldmann

Leverkusen. Trotz aller Warnungen und Verbote rollen immer noch große Lastwagen über die Leverkusener Rheinbrücke. An Werktagen missachten bis zu 1500 Fahrer die Sperrung des maroden Bauwerks für Fahrzeuge ab 3,5 Tonnen. Die Polizei geht nun mit Gewichtssensoren und verstärkten Kontrollen schärfer gegen rücksichtslose Fahrer vor. Dabei werde sie auch auf Mängel bei überprüften Lastwagen achten, kündigte Hermann Schiffer von der Kölner Polizei am Donnerstag bei einer Kontrollstelle an der Brücke an.

Die Polizei will jeden Tag den Verkehr überwachen - zusätzlich zur automatischen Gewichtsmessung in der Fahrbahn. Inklusive Gebühren schlägt die Missachtung mit rund 180 Euro zu Buche. 17 000 Mal haben die sogenannten Gewichtsblitzer seit ihrer Einführung Ende Juni zugeschlagen, 65 Prozent der Erwischten kommen aus dem Ausland. Schiffer lässt keine Erklärungen gelten: „Die Beschilderung ist so absolut eindeutig, dass bei Überfahrt nur Vorsatz infrage kommt.“

Mitte Juni war die rund 50 Jahre alte Brücke für schwere Fahrzeuge gesperrt worden. Risse in der Verankerung der Seile, die das Hauptgewicht tragen, hatten sich vergrößert. Für die Reparaturen werden ab Ende Juli die Betonschutzwände entfernt. Der Aufwand ist nötig, weil die Brücke noch eine Weile halten muss. Laut Landesbetrieb Straßenbau soll die Brücke bis 2020 von einem Neubau ersetzt werden, der ab 2023 voll nutzbar sei.

Die Beeinträchtigungen schaden laut Industrie- und Handelskammer Köln der Wirtschaft. Die Sperrung koste Transportunternehmen im Schnitt 1700 Euro am Tag, klagt IHK. Mehr Kraftstoffverbrauch, zusätzliche Fahrer und ausgefallene Fahrten belasteten die Unternehmen, sagte Clemens Lueg, bei der IHK verantwortlich für Infrastruktur.

Betroffen sind aber nicht nur Spediteure und Handwerker. Auch Privatleute können mit Auto und Wohnanhänger die erlaubten 3,5 Tonnen überschreiten. (dpa)

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