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22.06.2017Transport + Logistik | Inland

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premiumPolitik will mehr Tempo für die Rheinvertiefung

Um die Wettbewerbsfähigkeit der Binnenschifffahrt zu fördern, will der Bund den Rhein in Rheinland-Pfalz vertiefen. Für den Landtag dauert die Planung zu lang.
Binnenschiff auf dem Rhein

Der Rhein soll für die Binnenschiffahrt stellenweise tiefer werden

Foto: Picutre Alliance/JOKER/Walter G. Allgöwer

Mainz. Das Projekt einer Rheinvertiefung zwischen Mainz und St. Goar wird von allen fünf Fraktionen im rheinland-pfälzischen Landtag unterstützt. Auch CDU und AfD stimmten am Donnerstag in Mainz einem Antrag der Regierungsfraktionen zu, in dem eine rasche Umsetzung des Bundesvorhabens gefordert wird. Ein Ausbau der Fahrrinne von stellenweise 1,90 Metern auf 2,10 Meter erhöhe die Wirtschaftlichkeit der Binnenschiffer und damit die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber Lkw und Bahn, sagte Verkehrsminister Volker Wissing (FDP).

Das vom Bund betriebene Projekt befinde sich allerdings noch in einer frühen Planungsphase, ergänzte Wissing. Es sei zu befürchten, dass der Zeitplan bis 2030 nicht eingehalten werden könne. „Das ist für Rheinland-Pfalz nicht hinnehmbar“, sagte der Minister und forderte eine drastische Beschleunigung des Projekts.

Rhein muss leistungsfähiger werden

„Ziel muss es sein, dass der Rhein von der Quelle bis zur Mündung leistungsfähig ist“, sagte Benedikt Oster (SPD), Mitglied des rheinland-pfälzischen Landtags. Für die CDU stimmte Gabriele Wieland (CDU) zu: „Wir sind uns alle einig, dass wir mehr Transporte auf dem Schiff ermöglichen wollen“ – als Alternative zu Lkw- und Güterzugverkehr mit ihren jeweiligen Belastungen für Umwelt und Anwohner. Für die Grünen wies Jutta Blatzheim-Roegler darauf hin, dass ein möglichst naturnaher Ausbau geplant sei. Dies schließe auch die Möglichkeit ein, Flachwasserzonen anzulegen und befestigte Uferzonen zurückzubauen. (dpa)

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