Pannenstatistik 2009: Elektronik legt LKW lahm

22.02.2010 13:33 Uhr
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93.000 Pannenfälle hat der ADAC Truck-Service 2009 europaweit abgewickelt

Jede dritte Lkw-Panne durch Probleme mit Elektrik und Elektronik / Komplexität von Pannenursachen wird immer größer

Laichingen. Wie bereits im Vorjahr sind Elektronikpannen an LKW und Bussen im Jahr 2009 erneut Pannenursache Nummer 1, teilte heute der ADAC Truck-Service mit. Sie verursachten im vergangenen Jahr 30,4 Prozent aller Pannen auf Europas Straßen (2008: 28,2 Prozent). Auf Platz 2 der Pannenursachen lagen 2009 die Reifenschäden. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum haben sie von Januar bis Dezember 2009 allerdings wieder zugenommen und machten insgesamt 27,2 Prozent der Pannen von Nutzfahrzeugen aus. Motorpannen beendeten in 22 Prozent der Pannenfälle frühzeitig die Fahrt der LKW-Fahrer. So weitere Ergebnisse der neusten LKW-Pannenstatistik des ADAC Truck-Service auf Basis einer Stichprobe der 93.000 Pannenfälle, die im Jahr 2009 europaweit abgewickelt wurden. Mehr als 50 verschiedene Pannenauslöser Im Gegensatz zu früheren Statistiken wachse die Komplexität der Pannenursachen. So trugen rund 50 unterschiedliche Auslöser zu den drei oben genannten größten Pannenarten bei. Versagt die Elektrik und Elektronik in Nutzfahrzeugen sind in erster Linie defekte Lichtmaschinen dafür verantwortlich, gefolgt von entleerten Batterien und schadhaften Anlassern. Reifenpannen hingegen entstehen zum größten Teil durch den Reifen selbst. Nicht ausreichend festgezogene Radmuttern und Schrauben oder gebrochene Reifenbolzen nehmen nur einen geringen Teil dieser Pannenkategorie ein. Im Fall von Motorpannen sind defekte Keilriemen der Hauptauslöser für einen liegen gebliebenen LKW. Aber auch Kühlerschäden und Probleme an Filtersystemen bziehungsweise Schlauchverbindungen sind häufig für eine Motorpanne verantwortlich. „Wir beobachten seit Jahren, dass die Komplexität der Pannenursachen zunimmt. Für unsere Kunden bedeutet dies mehr Aufwand, höhere Kosten und ein hohes Risiko bei der Leistungserbringung“, so Werner Renz, Geschäftsführer ADAC Truck-Service. (sv)

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