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Viele Unternehmen flaggen in andere Länder aus.

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Online-Special: Ausflaggen

Niedrigere Kosten, weniger Bürokratie, mehr Flexibilität – das erhoffte sich Spediteur Hubertus Kobernuss, als er den Sprung nach Zypern wagte. Er gründete die Limited KHH Transport und Logistik, kaufte zehn neue LKW und stellte Personal ein. Lediglich sechs Monate fuhren die Fahrzeuge unter zypriotischer Flagge. Jetzt sind sie in Deutschland angemeldet, das Personal entlassen, operativ ist das Unternehmen nicht mehr tätig. „Ich habe mein Unternehmen in Zypern gegründet. Dann haben sich die Spielregeln geändert.“ Hubertus Kobernuss spricht damit neue Rahmenbedingungen in Bezug auf EU-Kabotageverordnungen und Sozialvorschriften an. Die Verwaltungskosten zogen deutlich an, mit der Folge: Das Geschäft in Zypern rentierte sich nicht mehr. Trotz alledem bereut der Spediteur den Schritt nicht. „Für mich hat es sich trotzdem gelohnt. Ich konnte Erfahrungen sammeln und Kontakte knüpfen. Längerfristig ist das mehr wert als der kurzfristige monetäre Erfolg“, erklärt Kobernuss.

Dennoch stellt das Thema Ausflaggen für viele Unternehmen in Deutschland eine denkbarer Alternative dar. Wer sich für den Weg entscheidet, bekommt beispielsweise die Möglichkeit, Fahrer aus jedem EU-Mitgliedsland zu beschäftigen. Zum anderen dürfen vom Ziel aus in jedem EU-Staat Kabotageverkehre durchgeführt werden. Oft sind auch günstigere Sozialversicherungsbeiträge verlockend. Trotzdem sollte eine Entscheidung zum Ausflaggen nicht nur aus Kosten- und- Steuergründen tun. Gefragt ist vor allem die Bereitschaft, die gesamte Planung der Touren und Aufträge der Kunden und Lieferanten bis hin zur Fakturierung vom neuen Standort aus zu bewältigen. Dazu gehört auch, die Gepflogenheiten des jeweiligen Landes genau zu erkennen.

Was beim Ausflaggen im Detail zu beachten ist, lesen Sie auf der nächsten Seite.


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