20.04.2010 |
Österreichische Verkehrswirtschaft: Heiter bis wolkig
Wien. Renate Römer, Vizepräsidentin der Wirtschafskammer Österreich, ist der Meinung, dass die österreichische Verkehrswirtschaft die Talsohle durchschritten hat. Darauf deuten die Fahrleistungen aller Verkehrsträger im ersten Quartal hin, die durchwegs über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres lagen. Um das zarte Konjunkturpflänzchen am Leben zu halten, sei die Förderung von Kleinunternehmen beim Kauf umweltfreundlicher LKW sehr willkommen. Einmal mehr erinnert Römer an die Senkung der Kraftfahrzeugsteuer auf EU-Niveau. Die vor zwei Jahren von der österreichischen Regierung gegebene Zusage wurde bisher nicht eingehalten.
Eitel Wonne herrscht in der österreichischen Verkehrswirtschaft allerdings keineswegs. Alexander Klacska, Vize-Obmann der Sparte Transport in der Wirtschaftskammer, berichtet von einem Anstieg der Insolvenzen im ersten Quartal um 18 Prozent. Aus den anhaltend niedrigen Zulassungszahlen für LKW liest er einen ungebrochenen Trend zur Ausflaggung ab. Schließlich appelliert Klacska an die Regierung, die diskutierte Erhöhung der Mineralölsteuer um 30 Prozent nicht zu verwirklichen. (rv)
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