Wien. Was das österreichische Güterbeförderungsgewerbe seit Jahren fordert, könnte noch vor den kommenden Parlamentswahlen Realität werden. Finanzminister und Vizekanzler Wilhelm Molterer (ÖVP) schlägt eine Vereinfachung des Systems und eine gleichzeitige Senkung der Kraftfahrzeugsteuer vor. Praktisch bedeutet das eine Verringerung um rund ein Drittel gegenüber dem derzeitigen Niveau, das zu den höchsten innerhalb der Europäischen Union zählt. Derzeit werden LKW in Österreich steuertechnisch in drei Klassen, nämlich bis 12 Tonnen, 12 bis 18 Tonnen und über 18 Tonnen eingeteilt. Je nach Klasse macht die Steuer pro Tonne zwischen 2,54 und 3,08 Euro pro Monat aus. In Zukunft soll sie einheitlich bei zwei Euro je Tonne und Monat liegen. Für luftgefederte Fahrzeuge gibt es zusätzlich einen Preisnachlass auf 1,40 Euro. Wenn alles nach Plan verläuft, soll die Gesetzesnovelle noch vor der Nationalratswahl am 28. September beschlossen werden. Die Verkehrswirtschaft zeigt sich über diese Ankündigung erfreut und hofft, unter den geänderten Verhältnissen dem Konkurrenzdruck aus dem Ausland besser begegnen zu können. (rv)
Österreich: LKW-Steuer soll um ein Drittel sinken
Finanzminister verteilt Steuergeschenk vor Parlamentswahlen: Deutliche Senkung der KFZ-Steuer für Nutzfahrzeuge