30.03.2010 |

Österreich lehnt Eurocombi-Einsatz ab

Wien. Die österreichische Verkehrsministerin Doris Bures macht erneut Stimmung gegen die Zulassung von Eurocombis und untermauert ihre Argumente mit zwei Studien. Studienautor Andreas Käfer ist um Objektivität bemüht und nennt auch die Vorteile einer Steigerung des Maximalgewichts um 50 Prozent. Dadurch spare man ein Drittel der LKW und der Personalkosten. Auch der Treibstoffverbrauch werde gesenkt. Laut Studie verringern sich dadurch die Kosten pro Tonnenkilometer um 20 Prozent. Das gefährde allerdings das verkehrspolitische Ziel, möglichst viele Güter auf der Schiene zu transportieren. Denn 74 Prozent des Schienengüterverkehrs würden dann zurück auf die Straße wandern und die CO2-Emissionen in Österreich dadurch um 200.000 Tonnen erhöhen.

Ob überlange und überschwere LKW-Kombinationen große Investitionen in die Infrastruktur erfordern, ist umstritten. Für Brücken macht es vermutlich wenig Unterschied, ob zwei 60-Tonner oder drei 40-Tonner darüber rollen. Ablehnung kommt auch von den österreichischen Frachtführern. Sie fürchten wohl in erster Linie, dass sie den großen Mitbewerbern aus den Nachbarländern im Geschäft mit den extralangen Fahrzeugen nicht gewachsen sind. (rv)

 
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