08.06.2009 |
Österreich: Individualverkehr kontra Klimaschutz
Wien. In seinem Klimaschutzbericht 2009 gibt das österreichische Umweltbundesamt dem Sektor Verkehr die Hauptschuld daran, dass der CO2-Ausstoß nicht im geplanten Ausmaß gesenkt werden konnte. Auch die bis 2020 angestrebten Ziele seien unter den aktuellen Rahmenbedingungen nicht erreichbar. Der Verkehrssektor weicht nach diesem Bericht am deutlichsten vom Ziel der Klimastrategie ab. Der positive Effekt durch den Einsatz von Biokraftstoffen wird von einer kontinuierlich steigenden Verkehrsleistung aufgezehrt. Trotz des aktuellen Konjunktureinbruchs sei ein nachhaltiger Rückgang der Emissionen in diesem Sektor nicht absehbar.
Während die Treibhausgas-Emissionen in Österreich zwischen 1990 und 2007 insgesamt um rund zehn Prozent zunahmen, haben sie sich im Verkehrssektor fast verdoppelt, merkt der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) kritisch an. Er fordert daher verstärkte Maßnahmen für den Umstieg auf alternative Verkehrsträger im Personenverkehr. Beim Güterverkehr seien die Emissionen vor allem durch den Tanktourismus der Transit-LKW gestiegen. Deshalb sollte Dieseltreibstoff in Österreich gleich hoch besteuert werden wie Benzin, rät der VCÖ. (rv)
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