Wien. Knapp 19 Milliarden Euro will Österreich bis 2013 für den Ausbau der Schienen- und Straßen-Infrastruktur ausgeben. Dieser Investitionsrahmen wurde jetzt von der Regierung beschlossen. Mit 10,7 Milliarden Euro genießt der Schienenausbau deutlichen Vorrang. Die ÖBB erhalten jährlich um 60 Millionen Euro mehr als bisher vorgesehen. Einer der Schwerpunkte beim Bahnausbau gilt der Ost-West-Verbindung zwischen Wien und Salzburg bzw. Wels und Passau. In Nord-Süd-Richtung haben das Inntal und die Tauernroute Priorität. Die Kosten für den Brennertunnel sind in diesem Paket nicht enthalten, weil sie durch Sonderfinanzierungen aufgebracht werden sollen. Beim Straßenbau kommt vor allem Ostösterreich zum Zug. Vier neue Schnellstraßen sollen eine Entlastung für die chronisch verstauten Regionen entlang der österreichischen Ostgrenze bringen. Auch die seit 36 Jahren diskutierte Schnellstraßen-Verbindung zwischen der Pyhrn- (A 9) und der Tauern-Autobahn (A 10) in der Steiermark könnte in den kommenden Jahren Realität werden. (rv)
Österreich: 19 Milliarden Euro für Schiene und Straße
Die Regierung in Wien hat ein millionenschweres Investitionsprogramm für die Verkehrsinfrastruktur beschlossen