Spelle. Der emsländische Nutzfahrzeughersteller Krone hofft in den nächsten Jahren auf eine europaweite Zulassung von überlangen Lastwagen. "Ich rechne damit, dass wir in fünf Jahren die Freigabe haben für lange Destinationen", sagte der geschäftsführende Beiratsvorsitzende des Unternehmens, Jürgen Föhrenbach. Nach zahlreichen Versuchen in den vergangenen zwei Jahren mit den mehr als 25 Meter langen Lastzügen - unter anderem auch in Niedersachsen - gab es bislang in Deutschland keine generelle Freigabe für solche Fahrzeuge. Das Interesse an diesen "Super-Lastwagen" sei in vielen europäischen Ländern sehr groß, sagte Föhrenbach. In den Niederlanden, in Belgien, in Frankreich und in Dänemark gebe es große Nachfrage danach. "Alle bisherigen Studien zeigen, dass die Angst der Autofahrer, in Unfälle mit den Fahrzeugen verwickelt zu werden, sich nicht bestätigt hat", sagte Föhrenbach. Eine neue Studie der Universität im belgischen Löwen habe die Sicherheit der Fahrzeuge im Verkehr bestätigt. Von ihnen gingen keine größeren Gefahren aus als von den bisher erlaubten Lastzügen. Föhrenbach kritisierte "Falschdarstellungen" im Zusammenhang mit den bisherigen Testreihen. Es sei nie ein Thema gewesen, auch 60 Tonnen schwere Lastzüge zuzulassen. "Wir haben immer von maximal 44 Tonnen gesprochen", sagte er. Für die Innenstädte seien die XXL-Trucks ohnehin nie vorgesehen gewesen. "Diese Fahrzeuge verkehren auf Langstrecken-Linien von Güterverteilzentrum zu Güterverteilzentrum", betonte er. Da auf solchen Routen zwei EuroCombis drei herkömmliche Lastzüge ersetzen können, seien sie notwendig, um dem ständig steigende Verkehrsaufkommen auf den Autobahnen zu begegnen. (dpa)
Nutzfahrzeughersteller Krone setzt weiter auf überlange LKW
Hoffnung auf europaweite Zulassung in den nächsten Jahren